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Müdigkeit, Freude oder Stress? - Was es wirklich bedeutet, wenn Ihr Hund gähnt

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Müdigkeit, Freude oder Stress? - Was es wirklich bedeutet, wenn Ihr Hund gähnt

Der Hund reißt sein Maul weit auf, schließt kurz die Augen und gähnt ausgiebig. Für viele Halter ist die Sache klar: Der Vierbeiner ist müde. Doch Gähnen kann in der Hundesprache noch ganz andere Bedeutungen haben.

Hunde gähnen auch, wenn sie gestresst, unsicher oder überfordert sind. Das Verhalten kann ihnen helfen, mit Anspannung umzugehen oder eine Begegnung mit einem anderen Hund zu entschärfen. Manchmal steckt aber auch positive Aufregung dahinter, etwa kurz vor dem Spaziergang.

Laute Verkehrsgeräusche, eine ungewohnte Umgebung oder eine unübersichtliche Begegnung mit einem anderen Hund können Stress auslösen. Manche Hunde beginnen in solchen Situationen zu gähnen.

Dabei sollte das Verhalten nie isoliert betrachtet werden. Gähnt ein Hund morgens nach dem Aufstehen oder abends in seinem Körbchen, ist Müdigkeit eine naheliegende Erklärung. Gähnt er dagegen in einer angespannten Situation und zeigt gleichzeitig weitere Auffälligkeiten, kann Überforderung dahinterstecken.

Zeigt der Hund mehrere dieser Signale , sollten Halter den Druck aus der Situation nehmen und ihm mehr Abstand oder eine Rückzugsmöglichkeit geben.

Gähnen kann auch als sogenannte Übersprungshandlung auftreten. Dazu kommt es, wenn ein Hund mit einer Situation überfordert ist oder zwischen zwei gegensätzlichen Reaktionen schwankt.

Diese Frage beschäftigt auch die Wissenschaft, schreibt PETBOOK . Eine Studie aus dem Jahr 2013 untersuchte 25 erwachsene Hunde. Die Tiere beobachteten eine vertraute oder eine fremde Person beim Gähnen sowie bei Kontrollbewegungen mit dem Mund.

13 der 25 Hunde gähnten während des Versuchs. Insgesamt trat Gähnen häufiger auf, wenn die Tiere ein menschliches Gähnen gesehen hatten, als bei den Kontrollbewegungen. Zudem gähnten die Hunde häufiger bei einer vertrauten als bei einer unbekannten Person. Die Forschenden werteten dies als möglichen Hinweis darauf, dass soziale Nähe das ansteckende Gähnen beeinflusst.

Gelegentliches Gähnen ist zunächst normales Verhalten. Tritt es jedoch plötzlich sehr häufig in bestimmten Situationen auf, lohnt sich ein Blick auf den Auslöser.

Wer den Zusammenhang beobachtet, versteht meist besser, was der Hund gerade braucht. Denn manchmal sagt ein Gähnen nicht: „Ich bin müde.“ Es kann auch bedeuten: „Das wird mir gerade zu viel.“

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