Montag, 12. Oktober 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
Deutschland

Ein Bauer nahm das Tier mit nach Hause - Forscher entdecken neue Mini-Katze

Bild ·
Ein Bauer nahm das Tier mit nach Hause - Forscher entdecken neue Mini-Katze

Bolivien (Südamerika) – Dieser Fund schnurrte sich direkt in die Wissenschaftsgeschichte! Manchmal entpuppt sich etwas Aufgelesenes als wahrer Schatz – diesmal nicht für den Geldbeutel des Finders, sondern für die Forschung. Eine mitgenommene Wildkatze in den Anden gab Forschern zehn Jahre lang Rätsel auf. Jetzt ist klar: Sie gehört zu einer völlig neuen Art.

Ins Rollen brachte die ungewöhnliche Entdeckung ein Bauer in Bolivien : Er hatte einen kleinen Streuner auf einer Straße am Waldrand gefunden und nahm ihn mit nach Hause. Doch irgendetwas kam ihm an dem Tier seltsam vor. Ein Jahr später brachte er die Katze zu einem Wildtierzentrum – und berichtete, ihr Verhalten sei merkwürdig. Trotz ihrer auffallend geringen Größe schien sie alles andere als ein kuscheliger Stubentiger zu sein.

Wie unter anderem das „National Geographic“ berichtet, interessierte sich sofort Biologin Paola Nogales-Ascarrunz für das Tier: Es war auffallend klein, hatte ein zerknautschtes Gesicht, kurze runde Ohren, lange Schnurrhaare und ein mit Leopardenflecken gezeichnetes Fell. Gemeinsam mit Evolutionsbiologen machte sie aufwendige DNA-Tests und verglich die Proben mit anderen Katzen – sogar mit konservierten Exemplaren aus dem Museum. Nach zehn Jahren ist das Ergebnis da: Bei der Katze handelt es sich tatsächlich um eine bislang unbekannte Art.

Die neue Katze bekam den Namen „Leopardus tilcayo“. Damit unterscheidet sie sich von ihrem nahen Verwandten „Leopardus tigrinus“, der früher ebenfalls in Bolivien vorkam und heute in anderen Teilen Mittel- und Südamerikas lebt.

Doch dass sie tatsächlich eine eigene Art ist, war auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Deshalb gingen die Wissenschaftler den Genen der Katze auf den Grund. Und die verrieten schließlich das Geheimnis: Sie ist genetisch so eigenständig, dass sie als neue Art gilt. Trotzdem ist noch vieles unklar: wie sie lebt, was sie frisst, wie sie sich vermehrt. „So viele Dinge, die wir noch nicht wissen“, sagte Nogales-Ascarrunz dem Wissenschaftsmagazin.

Die Einheimischen hingegen kannten die kleine Wildkatze schon seit Generationen. Bei ihnen heißt sie nur „Tilcayo“ – ein Name, dessen genaue Bedeutung heute niemand mehr kennt. Seit September 2026 trägt die neue Art nun offiziell den Namen „Leopardus tilcayo“. Damit ist sie die erste neue lebende Katzenart, die seit mehr als 100 Jahren wissenschaftlich beschrieben wurde.

Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben. Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.

Vollständigen Artikel bei Bild lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

Mehr von Bild

Alle ansehen ›

Mehr in Deutschland

Alle ansehen ›