Bundesamt schlägt Alarm - Unsere Nordsee ist so warm wie nie
Von wegen nur ein bisschen Badewetter: Die Nordsee hat Fieber! So warm wie 2025 war das Meer vor Deutschlands Küsten noch nie seit Beginn der Messungen. Und die Folgen könnten Urlauber, Küstenbewohner und die Tierwelt noch Jahrzehnte spüren.
Nach Angaben des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) erreichte die Nordsee im vergangenen Jahr eine durchschnittliche Oberflächentemperatur von 11,6 Grad Celsius. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Messreihe im Jahr 1969 und fast ein Grad mehr als im langjährigen Mittel. Die Ostsee schaffte mit 9,7 Grad sogar ihr zweitwärmstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen 1990.
Besonders alarmierend: Der Hitzesommer ließ die Temperaturen zusätzlich explodieren. Vor Helgoland registrierten Messstationen bis Anfang September 2025 insgesamt 66 Hitzewellen-Tage im Meer. An einzelnen Tagen lag die Wassertemperatur dort fast vier Grad über dem Durchschnitt. Die Experten warnen: Solche marinen Hitzewellen werden häufiger und heftiger werden.
BSH-Klimaexperte Tim Kruschke macht deutlich: „Je wärmer die Meere werden, desto häufiger treten diese Extremereignisse auf.“ Mit einer weiteren Zunahme sei zu rechnen.
Die Folgen sind längst sichtbar. Arten, die kühleres Wasser benötigen, verlieren ihren Lebensraum oder wandern ab. Gleichzeitig breiten sich fremde Arten aus. Wärmeres Wasser begünstigt zudem Algenblüten und Sauerstoffmangel. Für Fische und andere Meeresbewohner kann das lebensbedrohlich werden.
Doch damit nicht genug: Wärmeres Wasser dehnt sich aus. Zusammen mit schmelzenden Gletschern steigt dadurch der Meeresspiegel.
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