Leitungswasser, Pizza teilen, Fensterplatz - Absurde Abzocke! So kassieren Restaurants extra
Toilettengang, Leitungswasser, Pfeffer oder sogar ein Fensterplatz – in manchen Restaurants werden Gäste für Dinge zur Kasse gebeten, die anderswo selbstverständlich sind. Die kuriosesten Gebühren im Überblick.
Bei Reddit postete ein Nutzer das Foto eines Hinweisschilds aus einem deutschen Restaurant. Darauf heißt es: „Liebe Gäste! Bitte haben Sie Verständnis, dass das Auffüllen von Trinkflaschen aus hygienischen Gründen nicht gestattet ist. Gerne füllen wir diese mit frischem Leitungswasser.“ Für das Auffüllen werden 1 Euro „Servicepauschale“ pro Trinkflasche verlangt, berichtet „Merkur“. Rein rechtlich ist eine solche Gebühr für Leitungswasser tatsächlich erlaubt. Denn einen Gratisanspruch darauf gibt es hierzulande nicht.
Noch kurioser wird es in Österreich . Dort kassierte ein Restaurant laut der österreichischen Zeitung „Heute“ 1,90 Euro für das Vorschneiden einer Pizza. Die Trattoria rechtfertigte die Gebühr gegenüber der Zeitung mit zusätzlichen Kosten für Service und Personal. Diese Mehrkosten gebe man an die Gäste weiter.
Ein thailändisches Restaurant in Zürich bietet neben asiatischer Küche einen Blick auf den Zürichsee. Wer diesen an einem Tisch direkt am Fenster genießen möchte, muss allerdings tiefer in die Tasche greifen: 10 Franken (ca. 10,60 Euro) kostet der Fensterplatz, berichtet der Schweizer „Blick“.
Teuer wird es auch im schweizerischen Luzern, wenn Gäste ihr Dessert nicht alleine essen wollen. Dort verlangte ein Restaurant 10 Franken (ca. 10,60 Euro) für einen zusätzlichen Löffel.
Ein Berliner Restaurant wollte von seinen Gästen Geld für den Toilettengang kassieren. Zur Wahl standen 1 Euro pro Toilettenbesuch oder eine „Toilettenflat“ für 5 Euro für den ganzen Abend. Das Kammergericht Berlin erklärte das für unzulässig. Die Begründung: Wer in einer Gaststätte etwas konsumiert, darf für die Pinkelpause nicht extra zur Kasse gebeten werden.
Die Pizza-Gebühr gibt es auch in der Schweiz – allerdings in anderer Form. Eine Trattoria verlangte drei Franken (ca. 3,18 Euro) extra, wenn sich zwei Personen eine Pizza teilen wollten. Wer also nicht jeweils eine eigene Pizza bestellen wollte, musste für das Teilen draufzahlen.
Ein Sushi-Restaurant in Ibiza-Stadt hatte eine besonders kuriose Idee. Drei Spanierinnen ließen ihre Handtaschen an einem Haken aufhängen – und sollten dafür bezahlen: vier Euro pro Tasche! Auf der Rechnung tauchte die Position „gancho bolsa“ auf, zu Deutsch: „Taschenhaken“. Macht bei drei Taschen satte 12 Euro. Nach dem Protest der Frauen mussten sie die Gebühr allerdings nicht bezahlen.
In Italien bestellte ein Urlauber eine Pizza und hatte lediglich einen kleinen Extrawunsch: etwas Pfeffer. Was in vielen Restaurants selbstverständlich auf dem Tisch steht oder kostenlos gebracht wird, kostete in diesem Fall 50 Cent extra.
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