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Neuer DFB-Stürmer wohnte in Baracke - Das unglaubliche Ebnoutalib-Märchen

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Neuer DFB-Stürmer wohnte in Baracke - Das unglaubliche Ebnoutalib-Märchen

Frankfurt – Große Feiertage für Younes Ebnoutalib! Den September 2026 wird der Eintracht-Stürmer so schnell nicht vergessen: Erst am Sonntag feierte der Frankfurter seinen 23. Geburtstag. Kurz darauf bekam er von Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp (59) die Info, erstmals für den DFB-Kader nominiert zu werden. Damit schafft es Ebnoutalib in das XXL-Aufgebot von Klopp für die ersten vier Nations-League-Spiele. Das erste davon: der Knaller am 24. September in den Niederlanden (20.45 Uhr).

Ausschlaggebend für die Nominierung des Frankfurters: sein furioser Saisonstart. Im ersten Spiel bei Union (3:3) erzielte er direkt einen Dreierpack, eine Woche später bereitete er gegen Augsburg (1:4) den Burkardt-Treffer vor. Zwischen den beiden Spielen besuchte Klopp das Training der Hessen, sprach sogar persönlich mit Ebnoutalib. Und: Der Stürmer scheint es ihm angetan zu haben!

Doch dass Ebnoutalib im September 2026 vor seinem Debüt für die deutsche Nationalmannschaft steht, gleicht einem Märchen. Denn: Noch vor etwas mehr als zwei Jahren war der Angreifer arbeitslos.

Im Januar 2024 löste er seinen Vertrag bei Italien-Klub AC Perugia auf, stand bis Juli ohne Verein da, kurierte in der Zeit eine Fußverletzung aus. Der gebürtige Frankfurter mit marokkanischen Wurzeln lebte von 800 Euro im Monat. Davon musste er 450 für die Miete aufwenden, wohnte mit rund zehn anderen Jugendlichen in einer Baracke. Dann nahm ihn Regionalligist Gießen unter Vertrag. Nach nur einem halben Jahr in Liga 4 kam der Sprung zu Zweitligist Elversberg. Damals für eine Mini-Ablöse von 10.000 Euro.

Für die Saarländer startete er richtig durch, machte Tor um Tor. Allein in der Hinrunde der letzten Saison erzielte Ebnoutalib 12 Treffer in 17 Spielen. War damit auch ein großer Faktor für den Aufstieg des Bundesliga-Dorfs.

Sein kometenhafter Aufstieg weckte großes Interesse in der Bundesliga. Im Januar dieses Jahres wechselte er für rund 8 Millionen Euro in seine Heimat zu Eintracht Frankfurt. Nach Top-Start mit Tor gegen Dortmund bremste ihn ein Innenband-Anriss im Knie, Ebnoutalib verpasste fast die komplette Rückrunde.

Umso größer waren die Zweifel, ob er in dieser Saison direkt mit dem hohen Bundesliga-Level mithalten kann. Aber: Der Stürmer arbeitete über den Sommer hart an sich, brachte seinen Körper auf ein Top-Niveau – und ließ schon im ersten Liga-Spiel alle Kritiker verstummen.

Beim 3:1-Sieg in Mainz durfte Ebnoutalib erstmals in dieser Saison nicht von Anfang an ran, weil Eintracht-Trainer Hütter sein System umstellte und nur noch mit einer Spitze agiert. Weil Jonathan Burkardt (26) in der Hierarchie vor ihm steht, musste der Durchstarter vorerst weichen. Das trübt aber keineswegs seine Freude über die Premieren-Nominierung. Als ihn Fans am Dienstagabend in einem Einkaufszentrum darauf ansprachen, verplapperte sich der Angreifer – und bestätigte seine DFB-Berufung noch vor Klopp. Ein klassischer Anfängerfehler …

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