Expertin verrät - Rohes Fleisch für Katzen? Das sollte man beachten
Viele Katzen betteln, sobald in der Küche Fleisch verarbeitet wird. Tatsächlich dürfen sie rohes Fleisch fressen. Doch nicht jede Sorte ist geeignet, und bei einer dauerhaften Rohfütterung gibt es einiges zu beachten.
Wie PETBOOK berichtet, sind Katzen reine Fleischfresser und benötigen eine proteinreiche Nahrung mit wichtigen Aminosäuren wie Taurin und Arginin. Die Rohfütterung, auch BARF genannt, orientiert sich an ihrer natürlichen Ernährung. In freier Wildbahn fressen Katzen ihre Beute roh und nahezu vollständig. So nehmen sie Nährstoffe in ihrer ursprünglichen Form auf, die bei der Verarbeitung von Fleisch teilweise verloren gehen.
Für Katzen eignen sich unter anderem Huhn, Pute, Ente, Gans, Rind, Wild, Lamm, Kaninchen oder Pferd. Rind liefert viel Eiweiß, Eisen, Zink und Taurin. Huhn und Pute sind fettarm und gut verträglich, während Ente und Gans mehr Energie liefern. Wild, Pferd, Känguru oder Strauß gelten als hypoallergen und können für Allergiker eine gute Wahl sein. Lamm ist ebenfalls gut verträglich und nährstoffreich.
Die empfohlene Menge liegt bei maximal 40 Gramm rohem Fleisch pro Kilogramm Körpergewicht. Eine ausgewogene BARF-Mahlzeitbesteht überwiegend aus Fleisch, Innereien, Blut, Knorpeln und Knochen. Pflanzliche Bestandteile spielen nur eine kleine Rolle.
Roher Fisch sollte höchstens gelegentlich gefüttert werden. Einige Arten enthalten das Enzym Thiaminase, das Vitamin B1 zerstören kann. Zudem besteht das Risiko, Parasiten oder Krankheitserreger aufzunehmen. Auch Gräten können Verletzungen verursachen.
Rohes Schweinefleisch ist für Katzen tabu. Es kann das Aujeszky-Virus enthalten, das für Ihr Haustier tödlich ist und erst durch starkes Erhitzen unschädlich gemacht wird.
Wer rohes Fleisch verfüttert, sollte auf sorgfältige Küchenhygiene achten. Hände, Arbeitsflächen und Utensilien müssen nach dem Kontaktgründlich gereinigt werden. Auch die Kühlkette sollte eingehalten werden.
Eine Umstellung auf Rohfütterung sollte langsam erfolgen, da eine plötzliche Veränderung der Ernährung Verdauungsproblemeverursachen kann. Für eine dauerhafte BARF-Ernährung empfiehlt sich eine Beratung durch Tierarzt oder Ernährungsberater, um Nährstoffmängel zu vermeiden.
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