Drohnenfund bei Wunstorf: Ermittler entdecken möglichen Sprengstoff in der Nähe von Fliegerhost
Nach dem Drohnenfund bei Wunstorf gibt es neue Details: Recherchen zufolge lag das Objekt vermutlich länger in der Region – und hatte eine gefährliche Ladung.
Nach dem versuchten Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne am Leipziger Flughafen rückt eine in der vergangenen Woche in Niedersachsen gefundene Drohne in den Fokus der Ermittler.
Die Bundesanwaltschaft prüft bereits einen möglichen Zusammenhang zum Leipziger Vorfall .
Jetzt zeigen Recherchen von „Süddeutscher Zeitung“, NDR und WDR, dass Beamte Tage später nur wenige Meter von der Fundstelle entfernt auf verdächtiges Material stießen.
Sie gehen derzeit davon aus, dass es sich um Sprengstoff handelt, wie der Rechercheverbund am Dienstag unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete.
Parallelen zwischen Leipzig und Wunstorf Anfang August war am Flughafen Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff beladene Drohne in der Nähe von ukrainischen Frachtflugzeugen entdeckt worden.
Der Flughafen ist Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen an die Ukraine.
Die Bundesregierung machte Anfang September Russland für den versuchten Sprengstoffanschlag verantwortlich und kündigte neue Strafmaßnahmen an.
Moskau weist die Vorwürfe zurück.
In der vergangenen Woche wurde dann in der Nähe des Fliegerhorsts Wunstorf eine abgestürzte Drohne gefunden.
In Wunstorf ist die A400M-Transportflotte der Bundeswehr stationiert.
Der Standort gilt als zentrale Drehscheibe für die weltweite Versorgung der Streitkräfte mit Material und Truppen.
Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtete in der vergangenen Woche unter Berufung auf Sicherheitskreise, dass es sich beim Wunstorfer Fund um dasselbe Drohnenmodell handeln solle wie jenes, das im August am Flughafen Leipzig entdeckt wurde.
Ein Bauteil solle aus einem 3D-Drucker stammen, die Bauweise sei dem Vernehmen nach nicht auf dem Markt erhältlich.
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