Digitale Kassen werden Pflicht: Regierung bringt Ende der Bonpflicht auf den Weg
Der gedruckte Bon wird nach dem Willen der Bundesregierung zum Auslaufmodell. Ab 2028 sollen die Papierbelege durch eine digitale Alternative ersetzt werden. Zudem sollen digitale Kassensysteme zur Pflicht werden.
Die Bundesregierung will die Bonpflicht abschaffen und mehr elektronische Kassen vorschreiben. Das Kabinett billigte dazu am Mittwoch einen Gesetzentwurf des Finanzministeriums, wie dieses in Berlin mitteilte. Papierbelege sollen ab 2028 durch digitale Alternativen ersetzt werden. "Das bedeutet für alle weniger Bürokratie - sowohl für Bürgerinnen und Bürger als auch für Unternehmen", sagte Finanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil. Mit digitalen Kassen würden alle Umsätze erfasst. "Damit verhindern wir Steuerhinterziehung und schaffen faire Wettbewerbsbedingungen. Ich will, dass die Ehrlichen nicht die Dummen sind."
Mit den Maßnahmen werden Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag von Union und SPD umgesetzt, außerdem Pläne aus dem Aktionsplan zur Bekämpfung von Steuer- und Finanzkriminalität. Moderne Kassensysteme sind im Handel bereits weitverbreitet. Es gibt jedoch noch etwa 115.000 sogenannte offene Ladenkassen. Deren Umsätze sind laut Finanzministerium missbrauchsanfällig, weil es keine oder nur handschriftliche Aufzeichnungen gibt.
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