Dienstag, 18. August 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
Technologie

Berlin: Ausmaß nach Hackerangriff auf Landesnetz unbekannt

Der Spiegel Netzwelt ·
Berlin: Ausmaß nach Hackerangriff auf Landesnetz unbekannt

Nach einem Hackerangriff auf zwei Berliner Senatsverwaltungen kommt es zu schweren Beeinträchtigungen. Wie die Senatskanzlei am frühen Montagmorgen mitteilte, ist im Rahmen forensischer Untersuchungen eine »Inkriminierung des Landesnetzes« festgestellt worden. Betroffen seien die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz. Beide seien aus Sicherheitsgründen bereits am Freitag vom Landesnetz abgetrennt worden, um weiteren Schaden abzuwenden.

Nach Angaben von Senatssprecherin Christine Richter sind die beiden betroffenen Verwaltungen arbeitsfähig. Sie seien derzeit allerdings nicht per Mail, sondern nur telefonisch erreichbar. Der »Tagesspiegel« berichtete , Beschäftigten der Senatsverkehrsverwaltung sei Montagmorgen mitgeteilt worden, dass die Arbeit im Homeoffice nicht möglich sei. »Wir sind praktisch arbeitsunfähig, ohne Internet und Mailkommunikation nach außen«, sagte ein Mitarbeiter der Zeitung.

Laut Senatskanzlei sind das Landeskriminalamt (LKA), die Staatsanwaltschaft Berlin und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eingeschaltet. Aufgrund des Vorfalls sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur ( dpa ).

Ein entsprechender Notfallkrisenstab ist laut Senatskanzlei unter Leitung des Landesbevollmächtigten für Informationssicherheit des Landes Berlin eingerichtet. Dieser koordiniere »die weiteren Absicherungsmaßnahmen und die laufenden forensischen Untersuchungen«, wie es weiter hieß.

Unklar blieb zunächst, ob Daten abgeflossen sind. »Die forensischen Untersuchungen dauern an«, teilte Senatssprecherin Richter dazu auf Anfrage der dpa mit. Laut »Tagesspiegel« , dem RBB und nach dpa-Informationen soll das aber der Fall sein. Ob der Angriff selbst am Freitag erfolgte oder lediglich an dem Tag festgestellt wurde, blieb offen. Die Ermittlungen dazu liefen, hieß es. Mit weiteren Angaben hielt sich der Senat zurück. »Aus ermittlungstaktischen Gründen können derzeit keine weiteren konkreten Informationen zu Ausmaß und Hintergründen gegeben werden«, hieß es.

Wie der RBB berichtet , nutzten die Hacker offenbar eine Schwachstelle im IT-Betrieb der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Demnach soll der landeseigene IT-Dienstleister ITDZ für die Lücke verantwortlich sein.

Der IT-Experte Manuel Atug hat die Cybersicherheit der Verwaltung kritisiert. Bei Anhörungen durch das Abgeordnetenhaus seien andere Experten und er einig gewesen, dass Berlin in diesem Bereich »sehr schlecht« aufgestellt sei, sagte Atug im Interview mit dem RBB . »Als man ein paar Jahre später uns noch mal gebeten hat, ein Update dazuzugeben, weil man ja gewisse Maßnahmen ergriffen hätte, haben wir feststellen müssen, dass die Cybersicherheit in Berlin noch schlechter geworden ist«, so Atug.

Vollständigen Artikel bei Der Spiegel Netzwelt lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.spiegel.de — der Inhalt gehört Der Spiegel Netzwelt.

Dieses Thema bei anderen Medien

Mehr von Der Spiegel Netzwelt

Alle ansehen ›

Mehr in Technologie

Alle ansehen ›