Echte Verstärkung oder Dauer-Reservist - Dzeko ist Schalkes Wundertüte
Gelsenkirchen – Wie lange dauert es, bis Edin Dzeko (40) endlich wieder Vollgas geben kann? Der bosnische Nationalheld (151 Länderspiele, 73 Treffer) durfte gegen Real Madrid (0:3) nur zehn Minuten auflaufen. Bis zum Saisonstart bleibt nicht mehr viel Zeit, um Dzeko wieder auf sein Maximum zu bekommen.
Das Problem: Das könnte noch ein paar Wochen länger dauern. Der Star-Stürmer sagte zuletzt bei „Sky“, er sei bei der Weltmeisterschaft nie zu 100 Prozent fit gewesen. Zuvor verletzte sich Dzeko im WM-Playoffspiel gegen Italien (4:1 n. E.) an der Schulter, fehlte auch Schalke wochenlang im Aufstiegskampf. Nach dem Sommer-Turnier war der 40-Jährige zudem vier Wochen im Urlaub, um komplett herunterzufahren und sich zu erholen. Diesen Rückstand gilt es jetzt aufzuholen.
Cheftrainer Miron Muslic (43) zog kürzlich den Vergleich zur Verpflichtung im Januar, als es auch etwas dauerte, bis Dzeko voll einsatzfähig war. „Da hatten wir auch die Geduld gehabt, Edin langsam, aber bestmöglich aufzubauen“, erklärte der Trainer. „Gegen Madrid waren es zehn Minuten, um einfach den Rhythmus zu spüren, das braucht er. Das gibt uns auch für die nächste Woche die Möglichkeit, dass er mehr Minuten bekommt.“
Die nächste Gelegenheit für Dzeko ist die erste Pokalrunde gegen Halle (Montag, 20.45 Uhr/Sky und ARD). Gegen den Regionalligisten dürfte der Bosnier mehr Minuten bekommen, denn dann steht auch die Bundesliga vor der Tür. Direkt im ersten Heimspiel (5. September, 18.30 Uhr/Sky) trifft Königsblau auf den FC Bayern. Da kann die Dzeko-Qualität den Unterschied machen, denn in den „großen“ Testspielen gegen Bergamo (0:3) und Madrid scheiterte die S04-Offensive mehrfach am gegnerischen Keeper. Dass Dzeko vor dem Tor eiskalt ist, beweist er seit über 20 Jahren. Offen bleibt nur: Wann kann er wieder 90 Minuten durchspielen?
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