Welt-Alzheimer-Tag am 21. September - So viele Menschen sind von Alzheimer betroffen
Weltweit leben Millionen Menschen mit Demenz. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation waren es 2019 rund 55 Millionen. Bis 2050 könnte die Zahl auf 139 Millionen steigen. Grund genug, jedes Jahr mit einem besonderen Aktionstag auf Alzheimer und andere Demenzerkrankungen aufmerksam zu machen.
Das Motto des Welt-Alzheimer-Tags 2026 lautet: „Demenz – (k)eine Frage des Alters“. Die Botschaft: Demenz trifft meist ältere Menschen, aber auch Jüngere können erkranken.
Der Welt-Alzheimer-Tag wird jedes Jahr am 21. September begangen. Ins Leben gerufen wurde er 1994 von der internationalen Dachorganisation Alzheimer’s Disease International (ADI). Seit 2012 steht sogar der gesamte September im Zeichen des „World Alzheimer’s Month“.
Mit dem Aktionstag soll das Bewusstsein für Alzheimer und andere Demenzerkrankungen geschärft und Vorurteilen entgegengewirkt werden. In Deutschland leben derzeit rund 1,8 Millionen Menschen mit Demenz.
International setzt die ADI 2026 einen weiteren Schwerpunkt: Unter dem Motto „The Earlier You Know, The More You Can Do: A Dementia Diagnosis Matters“ geht es um die Bedeutung einer möglichst frühen Diagnose.
Rund um den Welt-Alzheimer-Tag organisieren Alzheimer-Gesellschaften, Selbsthilfegruppen und andere Organisationen zahlreiche Veranstaltungen. Dazu gehören unter anderem Informationsveranstaltungen, Vorträge, Begegnungsangebote, Spendenaktionen und sogenannte Memory Walks. Auch in Deutschland finden jedes Jahr regionale Aktionen statt.
2026 steht zudem die Forschung stärker im Mittelpunkt: Die ADI stellt am 21. September ihren Welt-Alzheimer-Bericht 2026 vor, der sich mit klinischen Studien zu neuen Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten beschäftigt. Der Aktionstag soll Demenz stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Er zeigt, wie es Betroffenen und Angehörigen geht – und wo sie Hilfe bekommen.
Die Alzheimer-Krankheit ist eine hirnorganische Krankheit. Nervenzellen im Gehirn werden abgebaut und führen mit der Zeit zu immer mehr geistigen und körperlichen Einschränkungen. Benannt wurde die Krankheit nach dem deutschen Neurologen Alois Alzheimer (1864–1915), der sie 1906 wissenschaftlich beschrieben hat.
Die meisten Betroffenen sind älter als 80 Jahre, nur in seltenen Fällen beginnt die Krankheit vor dem 65. Lebensjahr. Die gute Nachricht: Erbliche Formen der Alzheimer-Krankheit sind sehr selten. Typische Anzeichen: Betroffene vergessen Dinge, verlieren die Orientierung, haben Probleme beim Sprechen und Denken. Auch ihre Persönlichkeit kann sich verändern.
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