Knaller-Auftakt steht bevor - So lief der XXL-Umbruch beim Top-Favoriten
Endlich hört man wieder das Kratzen der Schläger auf dem Eis! Im Eröffnungs-Kracher der DEL2 starten die Dresdner Eislöwen am Freitag (19:30 Uhr) gegen die Kassel Huskies in die Mission direkter Wiederaufstieg. Der Abstiegskader wurde mit bisher zehn Neuzugängen umgekrempelt. BILD erklärt den XXL-Umbruch beim Top-Favoriten.
Die zwei neuen Stars sind die Zwillinge Tylor und Tyson Spink (33), die in den vergangenen zwei Jahren noch bei DEL-Klub Schwenninger Wild Wings für Furore sorgten. Während Tyson über die Flügel angreift, ist Tylor ein Sturm-Center. Die gebürtigen Kanadier eint aber starke Quoten bis zuletzt in der 1. Liga. Zusammen kamen sie in der vorletzten Saison auf 86 Torbeteiligungen, in der vergangenen Spielzeit noch auf 61.
Sportchef Jens Baxmann (40) gibt klar vor: „Sie sollen die Mannschaft tragen und in den entscheidenden Momenten den Unterschied ausmachen!“ Kein Wunder: Selbst bei den Plus-Minus-Statistiken waren ihre DEL-Werte in den Vorjahren gut (+7/+15, dann +4/-1).
Als Leistungsträger sind zwei Neuzugänge aus Österreich eingeplant. Torjäger Adam Helewka (31) hatte in der internationalen ICE-Liga 45 Scorerpunkte in 46 Spielen aufs Board gebracht. Während er aus Villach kam, schlugen die Eislöwen auch bei Verteidiger Ryan MacKinnon (32) in Linz zu. Die beiden Über-90-Kilo-Kolosse verstärken den kanadischen Block in Dresden.
Mit Gregory Kreutzer (26) kam ein weiterer erfahrener Abwehrmann aus Crimmitschau. Ergänzt wurde die Defensive um Talent Jacob Ficenec (20) von Oberligist Icefighters Leipzig.
Dazu hat Trainer Bo Subr (46) zwei Ex-Spieler aus seiner erfolgreichen Ravensburger Zeit bekommen. Die Angreifer Alec Alroth (25) und Jan Nijenhuis (25) hatten wohl zuletzt nicht ihre besten Saisons, sollen aber unter dem Tschechen zur Bestform zurückfinden. In Tom Knobloch (27) kehrte ein Stürmer vom Erzrivalen Lausitzer Füchse zurück.
Die überraschende Parade-Reihe der starken Vorbereitung (5 Siege, 2 Niederlagen) bestand aus Helewka, Nijenhuis und Alroth - und das noch ohne die Spinks.
„Wir sind vom Papier her gut besetzt - von der Breite bis in die Spitze. Dabei sind wir flexibel, weil Stürmer sowohl innen als auch außen einsetzbar sind. Wir haben junge und hungrige Spieler, die sich ihre Plätze erkämpfen, Druck auf die Etablierten machen wollen - und Energie reinbringen“, erklärt Baxmann seine Ideen im Umbruchs-Rausch. „Wir haben eine Verteidigung, wo viele auch mal einen Pass spielen können. Das wird für die Angreifer dankbar sein.“
Nicht unumstritten wurde dagegen seine Lösung im Tor gesehen, wo der neue Goalie Fabian Hegmann (25, aus Freiburg) vergangene Saison eher Mittelmaß in der Liga war. Der Sportdirektor ist nach den Testspielen aber umso überzeugter: „Er hat gute Leistungen bis jetzt gezeigt, war ja für viele vielleicht so ein leichter Unsicherheitsfaktor. Doch er rechtfertigt unser Vertrauen!“ Ausbaufähig ist sonst nach ersten Erkenntnissen bisher das Über- und Unterzahlspiel.
Auftaktgegner Kassel wurde vor zwölf Tagen im Vorbereitungsmatch noch 4:1 geschlagen. Coach Subr lässt das kalt: „In der Phase testet jeder nochmal etwas, ändert seine Spielweise noch und hat neue Ideen.
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