Neues Hilfsangebot: Schleswig-Holstein plant staatliches Auszubildendenwerk
Bis zu sieben Millionen Euro jährlich für Azubis: Wie das neue Auszubildendenwerk Wohnraum, Beratung und Starthilfe bieten soll – und warum Handwerk und Wirtschaft dagegen sind.
Schleswig-Holstein will seine Auszubildenden künftig ähnlich betreuen wie die Studentinnen und Studenten.
Wie genau das von Schwarz-Grün geplante Auszubildendenwerk aussehen soll, steht aber noch nicht fest. „Es gibt keine Blaupause“, sagt Grünen-Fraktionschef Lasse Petersdotter.
Nach seinem Willen soll Schleswig-Holstein das erste Bundesland mit staatlichem Auszubildendenwerk werden.
Das plant die Koalition Bis zu sieben Millionen Euro Landesmittel jährlich will Schwarz-Grün dafür in den kommenden Jahren bereitstellen.
Am Vormittag will sich der Landtag in erster Lesung mit dem Gesetzentwurf der Koalition befassen.
Danach soll im Rahmen der Anhörung offen über die konkrete Ausgestaltung des Azubiwerks beraten werden.
Der endgültige Beschluss soll noch vor der Landtagswahl am 18.
April 2027 fallen.
Das soll es leisten Der Grundgedanke orientiert sich an der Struktur des Studierendenwerks an Hochschulen, das für die soziale, wirtschaftliche und kulturelle Betreuung von Studierenden zuständig ist.
Als erstes Ziel benennt das Gesetz die Schaffung und Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum für Auszubildende.
Außerdem sollen die Mitarbeitenden Auszubildende mit Blick auf bereits bestehende Unterstützungsangebote beraten und auch eigene entwickeln wie beispielsweise eine Azubi-Starthilfe oder einen Fonds für Notlagen.
Es soll auch psychologische Beratung geben.
Dezentrale Angebote Doch während Studierende sich rund um vergleichsweise wenige Hochschulstandorte im Land verteilen, gibt es an deutlich mehr Orten Ausbildungsplätze.
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