Herbert Grönemeyer plant Chorabend in Magdeburg
Der Sänger Herbert Grönemeyer will kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit rund 350 Sängerinnen und Sängern im Magdeburger Dom singen. Seine Botschaft: Statt der Alltagspolitik soll die Gemeinschaft im Fokus stehen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus mehreren Chören der Region. Das Konzert ist nicht öffentlich. Die Chöre kämen das erste Mal in der Konstellation zusammen und man wolle einen geschützten Rahmen schaffen, heißt es vonseiten der Organisatoren, zu denen auch Grönemeyer zählt. In Chören kämen Menschen mit unterschiedlichen Geschichten, Erfahrungen und Ansichten zusammen, sagte Grönemeyer der Nachrichtenagentur dpa.
Grönemeyer plant den Abend gemeinsam mit dem Verein »Heimatbewegen« und der Initiative »Gemeinsame Sache«. Die Idee dazu kam dem Sänger bei einem Besuch der Initiative im Mai. Die Aktion soll das Verbindende der Chormusik hervorheben und dazu beitragen, dass die Gesellschaft wieder näher zusammenrückt. In seiner Dankesrede beim Deutschen Nationalpreis hatte Grönemeyer gesagt, die Zivilgesellschaft brauche nicht unbedingt »eine Mutti oder einen Vati. Wir haben uns selbst.«
1 Min Zur Merkliste hinzufügen Herbert Grönemeyer wird 70: Dieser Mann ist auf dieser Welt einfach unersetzlich Von Annina Metz 5 Min Zur Merkliste hinzufügen 5 Min Zur Merkliste hinzufügen Ehrung für Herbert Grönemeyer: »Knackiger, 70-jähriger Boomer« mit Nationalpreis ausgezeichnet 1 Min Zur Merkliste hinzufügen 1 Min Zur Merkliste hinzufügen Mit Blick auf die Wahl sagte Grönemeyer, er sehe die Entwicklung in Sachsen-Anhalt mit Sorge. Die AfD liegt dort in Umfragen weit vorn und wird vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft. »Aber nur besorgt zuzuschauen, reicht auch nicht. Wir wollen nichts bagatellisieren. Für mich heißt das vielmehr, selbst etwas zu tun und Haltung zu beziehen, wo Menschen ausgegrenzt oder herabgewürdigt werden«, sagte Grönemeyer.
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