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Huthi-Miliz: Drei Gründe für ihren Vormarsch

ZDFheute ·
Huthi-Miliz: Drei Gründe für ihren Vormarsch

Die Huthi setzen Saudi-Arabien unter Druck und beeinträchtigen damit den weltweiten Ölexport. Wie ihnen das gelingt? Drei Gründe im Überblick.

Im Bürgerkrieg im Jemen setzen die Huthi die Regierung immer stärker unter Druck. In dem Land kämpft die international anerkannte jemenitische Regierung gegen die Huthi-Miliz. Doch die Regierung ist gespalten - das erschwert die militärische Koordination und schwächt die Streitkräfte.

Außerdem haben die Huthi einen starken Unterstützer: Iran. Dieser habe die Miliz auch befähigt, sich selbst mit Waffen zu versorgen, erklärt Sicherheitsexperte Hans-Jakob Schindler im ZDFheute-Interview: "Am Anfang wurden ganze Raketen nach Jemen geschafft, dann wurden Kapazitäten der Huthi geschaffen, dass sie die Raketen und Drohnen selbst zusammenbauen können, sodass sie praktisch nur noch Teile aus dem Iran brauchen."

Was sie von Iran brauchen, finde seinen Weg über Schmuggelrouten, so Schindler, zum Beispiel mit Schnellbooten über die omanische Küste.

Laut Schindler haben die Huthi einen strategischen Vorteil erkannt und perfekt ausgenutzt. Aktuell seien die Huthi physisch auf der Insel Mayun und zwei kleineren Inseln in Bab al-Mandab: "Wenn die Huthi auf dieser Inselgruppe sind, können sie eben links oder rechts mit wenig Abstand Schiffe beschießen."

Sie seien in der Position, Schiffe in beide Richtungen zu treffen, denn jedes Schiff, das durch die Meerenge fahre, müsse diese Inselgruppe passieren.

Zwar sagen die Huthi, nur saudische Schiffe seien gefährdet. Doch allein das Risiko, das ihre Präsenz darstellt, reiche aus, um den Schiffverkehr erheblich zu beeinträchtigen. "Präsenz und die Drohung langen, weil es nicht darum geht, zu zeigen: Wir können jedes Schiff beschießen", so Sicherheitsexperte Schindler. "Es geht auch nicht darum zu zeigen: Wir können jedes saudische Schiff beschießen."

Die Schiffversicherer könnten enorme Summen verlangen und die ersten Schiffe würden schon den langen Weg über Afrika nehmen, so Schindler. Das treibe die Preise - auch in Europa - in die Höhe.

Saudi-Arabien führt zwar gezielt Luftschläge auf Huthi-Stellungen durch, doch ist damit wenig erfolgreich. Es zögere aber auch, weiterzugehen, so der Experte Schindler: "Saudi-Arabien scheint im Moment nicht willens zu sein, eine komplette Eskalation wieder in Kauf zu nehmen, also auch wieder Bodentruppen wie in der Vergangenheit Richtung Jemen zu schicken."

Früher konnte sich Saudi-Arabien auf die USA verlassen, doch die sind zu sehr mit den Zwischenwahlen und Iran beschäftigt, erläutert die Nahost-Expertin Bente Scheller:

Solange der Krieg mit Iran weitergeht, sei es unwahrscheinlich, dass die USA eine zweite derartige Militäroffensive starten, so Scheller.

Ein möglicher Rückzug der Schutzmacht USA besorgt auch die Länder in der Region. Von dort kommen lediglich diplomatische Signale.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.zdf.de — der Inhalt gehört ZDFheute.

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