Hämmer, Zangen, Folie: Polizei entdeckt Folterraum an der Costa del Sol
Ein Anruf nach 40 Minuten rettet zwei Männer vermutlich vor dem Tod: In einem Haus an der Costa del Sol entdeckt die Polizei einen mutmaßlichen Folterraum - mit Plastikplanen, Hämmern und Sturmgewehren.
In einem Haus an der Costa del Sol hat die spanische Polizei nach einem verstörenden Vorfall eine mit Plastik ausgekleidete Folterkammer entdeckt. Medienberichten zufolge kam es zu dem Polizeieinsatz Anfang September, nachdem eine Frau sich mit der Befürchtung gemeldet hatte, dass ihr Partner möglicherweise in Gefahr sei.
Er hatte seiner Freundin gesagt, er gehe zu einem Arbeitstreffen in ein Haus, bat sie aber, die Polizei zu rufen, falls sie innerhalb von 20 Minuten nichts von ihm höre. Nachdem 40 Minuten lang kein Kontakt zustande gekommen war, rief die Frau die Polizei.
Als die Beamten das Anwesen betraten, kam der Mann blutüberströmt heraus und schrie: "Sie wollen uns töten!" Die Polizei rief Verstärkung und durchsuchte anschließend das gesamte Haus. Dabei fanden die Beamten einen unheimlichen Raum, in dem Bandenmitglieder offenbar Folter und Misshandlungen durchführten.
Quellen aus dem Umfeld der gerichtlichen Ermittlungen sagten der spanischen Nachrichtenagentur El Español: "Es gab einen mit Plastikplanen ausgekleideten Raum. Es war ein Folterraum, denn er enthielt Werkzeuge wie Zangen und Hämmer." Aufnahmen aus dem Inneren des Hauses zeigen einen Stuhl und Wände, die mit Plastikfolie abgedeckt sind, damit Blut entfernt werden kann, ohne Spuren zu hinterlassen.
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