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„Möchte mich persönlich äußern“ - Fußball-Star Xhaka gibt Impfbetrug zu

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„Möchte mich persönlich äußern“ - Fußball-Star Xhaka gibt Impfbetrug zu

Granit Xhaka (33) hat gestanden! Der frühere Bundesliga-Star (Gladbach und Leverkusen) und Kapitän der Schweizer Nationalmannschaft hat zugegeben, während der Corona-Pandemie ein gefälschtes Impfzertifikat erworben zu haben.

Xhaka schreibt in einem Statement auf Instagram: „In den letzten Tagen wurde viel über eine Angelegenheit aus meiner Vergangenheit berichtet. Dazu möchte ich mich persönlich äußern. Im Zusammenhang mit der Covid-19-Impfung war ich damals persönlich stark verunsichert und hatte große Bedenken. Ich empfand tiefes Misstrauen gegenüber dem Impfstoff und war von Ängsten und Verunsicherung geprägt. In dieser aufgewühlten Gefühlslage habe ich eine Impfbestätigung erworben, anstatt meine offenen Fragen auf dem vorgesehenen Weg zu klären. Heute sehe ich klar, dass dieser Weg nicht richtig war. Es war ein Fehler. Das tut mir leid. Ich übernehme die Verantwortung für diese Entscheidung, stelle mich der Aufarbeitung des Sachverhalts und kooperiere vollumfänglich mit den zuständigen Behörden.“

Die Luzerner Staatsanwaltschaft hat mittlerweile ein Strafverfahren gegen den Profi des AFC Sunderland eröffnet . Die Staatsanwaltschaft erklärt: „Dabei geht es darum, zu klären, ob ein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt im Zusammenhang mit einer möglichen Erschleichung einer falschen Beurkundung oder/und Urkundenfälschung.“

Laut „Blick“ soll eine Luzerner Ärztin während der Corona-Pandemie Impfbestätigungen ausgestellt haben, obwohl die Impfungen möglicherweise nie stattgefunden haben. Die Polizei durchsuchte die Praxis bereits im Jahr 2023 und stellte Beweismaterial sicher. Xhaka gehört laut den Ermittlern zu den Personen, deren Fall genauer untersucht wird. Laut Medienberichten soll Xhaka Anfang Oktober bei der Staatsanwaltschaft vorstellig werden.

Der Schweizer Fußballverband SFV entschied derweil nach einem Gespräch mit Xhaka: Der Kapitän ist bei den kommenden Länderspielen nicht mit dabei. Die Schweizer spielen dabei in den kommenden vier Nations-League-Partien zweimal gegen Nordmazedonien (26. September und 6. Oktober) sowie gegen Schottland (29. September) und Slowenien (3. Oktober).

SFV-Präsident Peter Knäbel (59): „Granit Xhaka hat uns gestern Abend über den Sachverhalt informiert. Wir begrüßen, dass Granit diesen Schritt macht und sich der Aufarbeitung stellt.“ Gleichzeitig sei man gemeinsam zum Schluss gekommen, dass es „im Interesse der Mannschaft“ sei, die anstehende Länderspiel-Phase ohne den Mittelfeldspieler zu bestreiten. Knäbel weiter: „Nach Abschluss dieses Länderspielfensters werden wir die Situation gemeinsam mit Granit neu beurteilen und das weitere Vorgehen besprechen.“

Noch am Sonntag wollte sich Xhaka nicht zu den Vorwürfen äußern. Nach der 3:5-Pleite von Sunderland gegen Man City sagte er der Neuen Zürcher Zeitung: „Kein Kommentar.“ Er betonte, dass ihn die Ermittlungen nicht beschäftigen würden: „Ich hatte schon schlimmere Sachen.“

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