Brad Lander: Israel nimmt US-Kongresskandidaten bei Olivenernte im Westjordanland fest
Der US-Demokrat Brad Lander war nach eigener Aussage im Westjordanland, um Olivenbauern zu unterstützen.
Das israelische Außenministerium wirft ihm eine Inszenierung vor.
Die israelische Armee hat im besetzten Westjordanland kurzzeitig einen Kandidaten der Demokraten für die US-Kongresswahl festgenommen.
Brad Lander erklärte am Mittwoch in Onlinenetzwerken, er sei zusammen mit einer Gruppe von Rabbinern und Freiwilligen festgenommen worden, als sie westlich von Bethlehem palästinensische Olivenbauern unterstützten.
Später schrieb Lander, er sei aufgrund seiner Bekanntheit wieder freigelassen worden. „Die Besatzung ist ein Verbrechen nach dem Völkerrecht.
Das Ernten von Oliven ist nach keinem mir bekannten Gesetz ein Verbrechen“, schrieb Lander im Onlinedienst X.
Der US-Politiker tritt am 3.
November für den Wahlbezirk von New York für einen Sitz im Repräsentantenhaus an.
Israel wirft Brad Lander Inszenierung vor Das israelische Außenministerium warf Lander eine „kalkulierte politische Inszenierung“ vor. „Es ging hier nicht darum, Oliven zu ernten.
Es ging darum, Schlagzeilen zu ernten“, hieß es in einer Erklärung.
Zudem habe der Demokrat Anweisungen ignoriert, sich mit den israelischen Behörden abzustimmen.
Die israelische Armee erklärte, der palästinensische Olivenbauer habe keine Genehmigung für die Ernte beantragt.
Dies sei „notwendig, um die Sicherheit des Gebietes zu gewährleisten und die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten“.
Israel hält das Westjordanland seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 besetzt.
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