SED-Opfer: Sachsens Härtefallfonds für SED-Opfer ausgeschöpft
Mehr als 60 Anträge, aber nur 23 SED-Opfer konnten in diesem Jahr Unterstützung erhalten.
Warum viele Betroffene weiterhin auf Hilfe angewiesen sind.
Der Härtefallfonds für SED-Opfer ist erneut voll ausgeschöpft worden.
Die hohe Zahl der Anträge mache deutlich, dass der Bedarf an unbürokratischer Unterstützung bei Menschen mit Folgen politischer Verfolgung weiterhin besteht, teilte die Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Nancy Aris, mit.
Insgesamt stehen 100.000 Euro für Opfer der SED-Diktatur zur Verfügung.
Unter den 23 Menschen, die in diesem Jahr eine Unterstützung erhielten, waren den Angaben zufolge elf strafrechtlich rehabilitierte ehemalige DDR- Heimkinder , neun ehemalige politische Häftlinge, zwei Schülerinnen und Schüler, die politischer Verfolgung ausgesetzt waren, sowie eine beruflich rehabilitierte Person.
Insgesamt waren 63 Anträge eingegangen.
Neben dem Landesfonds gibt es seit dem Vorjahr auch einen bundesweiten Härtefonds.
Zu den Verfolgten aus DDR-Zeiten gehören Schätzungen zufolge etwa 250.000 frühere politische Häftlinge sowie 138.000 ehemalige Heimkinder und 100.000 Menschen, die berufliche Nachteile erlitten.
Viele Verfolgte sind schon gestorben.
Nach Angaben der SED-Opferbeauftragten des Bundes aus dem Vorjahr bezogen etwa 38.000 Menschen eine SED-Opferrente und weitere 20.000 andere Arten von Unterstützung.
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