Vor den Wahlen: Was der Wahltag für die Kanzler-Krise bedeutet
Der Kanzler hat vorerst Rückendeckung von den mächtigen CDU-Ministerpräsidenten bekommen.
Gerettet ist er damit aber noch nicht.
Am Sonntag werden die Karten neu gemischt.
Kampflos wird Bundeskanzler Friedrich Merz nicht aus dem Amt scheiden, so viel ist klar. „Aufgeben ist für mich keine Option“, war seine zentrale Ansage bei der Pressekonferenz im Konrad-Adenauer-Haus nach dem Wahldebakel der CDU in Sachsen-Anhalt.
Danach nahm die Erosion seiner Autorität in der Partei zunächst an Fahrt auf, dann stellten sich die acht Ministerpräsidenten der CDU vereint hinter ihn und verschafften ihm vorerst Luft.
Gerettet ist er damit aber noch nicht.
Die Solidaritätserklärung der Ministerpräsidenten, in der Merz noch nicht einmal namentlich erwähnt ist, wird von vielen in der Partei als bewusst halbherzig wahrgenommen.
Wenn am Sonntag um 18.00 Uhr die ersten Zahlen zu den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin veröffentlicht werden, könnte sich die Lage für ihn und seine Kanzlerschaft noch einmal ändern.
Welche Dynamik eine neue Pleite für die CDU auslösen würde, ist noch nicht absehbar.
Die Parteispitze wird im Konrad-Adenauer-Haus, der Parteizentrale in Berlin , zusammensitzen, wenn die ersten Ergebnisse eintreffen.
Anders als bei den vorhergehenden Landtagswahlen hat Merz zu einer formellen Sitzung des Parteipräsidiums eingeladen.
Schon das zeigt den Ernst der Lage.
Dem Gremium gehören alle Ministerpräsidenten der CDU qua Amt und auch einige weitere Landeschefs an.
Super-Gau, Aufatmen oder irgendetwas dazwischen? Alle Augen richten sich zunächst auf Mecklenburg-Vorpommern .
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