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Razzien, Klagen … - So arbeitet Amazons Produktfälscherpolizei

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Razzien, Klagen … - So arbeitet Amazons Produktfälscherpolizei

Im Internet ist nahezu jedes Produkt nur wenige Klicks entfernt – doch wo Millionen Kunden einkaufen, sind auch Kriminelle aktiv. Gerade auf großen Online-Marktplätzen versuchen Betrüger immer wieder, gefälschte Waren an ahnungslose Käufer zu verkaufen. Amazon geht seit Jahren mit einer eigenen Spezialeinheit gegen diese Form der Produktpiraterie vor: der Counterfeit Crimes Unit (CCU).

Die CCU wurde 2020 gegründet und soll weltweit Fälschern das Handwerk legen. Dabei setzt Amazon auf zwei Strategien: Zum einen führt das Unternehmen gemeinsam mit Markenherstellern zivilrechtliche Verfahren gegen mutmaßliche Täter. Zum anderen arbeitet die Einheit eng mit Strafverfolgungsbehörden zusammen, um Ermittlungen zu unterstützen und Verdächtige vor Gericht zu bringen.

Nach Angaben des Unternehmens fällt die Bilanz deutlich aus: Bis heute ist die CCU gegen rund 32.000 mutmaßliche Fälscher zivil- und strafrechtlich vorgegangen. Mehr als 65 von ihnen wurden zu Haftstrafen verurteilt. Außerdem zog Amazon bislang über 15 Millionen gefälschte Produkte aus dem Verkehr – allein im Jahr 2023 waren es sieben Millionen . Die vor Gericht erstrittenen Entschädigungen und Strafzahlungen summieren sich inzwischen auf mehr als 180 Millionen US-Dollar .

Seit ihrer Gründung hat die CCU ihre Arbeit von zunächst zwei auf inzwischen zwölf Länder ausgeweitet. 2026 soll Indien hinzukommen. Standorte unterhält die Einheit unter anderem in Washington D.C., London, Mailand, Singapur und Shanghai.

Auch die Zusammenarbeit mit Ermittlungsbehörden wurde kontinuierlich ausgebaut. Aus anfangs sieben Partnern ist ein internationales Netzwerk mit inzwischen rund 50 Behörden und Organisationen geworden. Dazu zählen unter anderem EUROPOL, das FBI, U.S. Homeland Security Investigations sowie die Londoner Polizei.

Zur CCU gehören ehemalige Staatsanwälte, Ermittler und Datenwissenschaftler, die international zusammenarbeiten. Geleitet wird das Team seit der Gründung von Kebharu Smith. Er war zuvor Staatsanwalt in Texas und zwölf Jahre im US-Justizministerium tätig. Dort befasste er sich unter anderem mit Markenpiraterie, Urheberrechtsverletzungen und Industriespionage.

BILD sprach mit Smith über die Arbeit der CCU, die größten Herausforderungen im Kampf gegen Produktfälschungen – und über überraschende Erkenntnisse aus dem Vorgehen gegen internationale Fälscherbanden.

BILD: Sie waren Staatsanwalt, bevor Sie zu Amazon gekommen sind. Was hat Sie persönlich dazu bewegt, gegen Kriminelle vorzugehen?

Kebharu Smith: „Mein erster großer Fall im Bereich Produktfälschungen betraf angebliches Viagra, das aus Hongkong in die USA geschmuggelt wurde. Über verdeckte Ermittlungen konnten wir ein ganzes Netzwerk aufdecken. Dabei wurde mir schnell klar, dass Produktpiraterie selten ein isoliertes Delikt ist. Die Täter sind häufig auch in organisierte Kriminalität verwickelt – etwa in den Handel mit gestohlenen Waren, Geldwäsche oder Menschenhandel.

Diese Arbeit hat mich schließlich in die Spezialeinheit für Computerkriminalität und geistiges Eigentum beim Justizministerium geführt.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

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