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25. Todestag: Scharfe Zunge der DDR - Der Mann aus dem „Schwarzen Kanal“

Stern ·
25. Todestag: Scharfe Zunge der DDR - Der Mann aus dem „Schwarzen Kanal“

Karl-Eduard von Schnitzler wetterte fast 30 Jahre lang im „Schwarzen Kanal“ gegen den Westen.

Doch die DDR-Bürger schalteten lieber um.

Warum er dennoch einen kleinen Erfolg im Propaganda-Kampf hatte.

Schon seine ersten Sätze - am Abend des 21.

März 1960 - sind Propaganda pur: „Der Schwarze Kanal, den wir meinen, meine lieben Damen und Herren, führt Unflat und Abwässer.

Aber statt auf Rieselfelder zu fließen, ergießt er sich täglich in Hunderttausende westdeutscher und West-Berliner Haushalte.

Es ist der Kanal, auf welchem das westdeutsche Fernsehen sein Programm ausstrahlt … Und ihm werden wir uns von heute an jeden Montag zu dieser Stunde widmen, als Kläranlage gewissermaßen …“ Seit jenem Abend kommentierte Karl-Eduard von Schnitzler jeden Montag gegen 21.30 Uhr mit scharfer Zunge das Tagesgeschehen in der BRD.

Immer im Anschluss an den beliebten „Montagsfilm“ aus Ufa-Zeiten.

Schnitzlers Markenzeichen: Sakko, Hemd, Krawatte, eine Brille mit dicken Gläsern; dazu ein schneidender Ton.

In der Sendung „Der Schwarze Kanal“ - das Schwarz bezog sich auch auf die CDU /CSU-Bundesregierung - polemisierte er fast drei Jahrzehnte lang.

Bis wenige Tage vor dem Mauerfall.

Am 20.

September 2001 starb Schnitzler - vor nun 25 Jahren.

Karrierestart: BBC und Nordwestdeutscher Rundfunk Der Lebenslauf des 1918 geborenen DDR -TV-Agitators ist ungewöhnlich: Er stammte aus einer großbürgerlichen Kölner Bankiersfamilie.

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