Nordirak: Türkei will wichtigen Militärstützpunkt nahe Mossul an Irak übergeben
Die Türkei hat mit der irakischen Regierung verabredet, sich von einem umstrittenen Militärstützpunkt nahe Mossul zurückzuziehen. Darauf einigten sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan und der irakische Premierminister Ali al-Saidi am Mittwoch am Rande der UN-Generalversammlung. Zuvor getroffene Vereinbarungen hatte die Türkei ignoriert und ihre Truppen nicht, wie vereinbart, vom Stützpunkt Baschika-Selikan abgezogen, den sie seit 2015 unterhält.
Der Militärstützpunkt gilt aufgrund seiner Lage in der nordwestlichen Provinz Ninawa als strategisch wichtig. In der nun veröffentlichten Erklärung beider Länder heißt es, der Irak habe Fortschritte im Sicherheitsbereich erzielt. Im Gegenzug sagte die irakische Regierung demnach zu, bewaffnete Gruppen im Verwaltungsdistrikt Sindschar zu »eliminieren«.
Der Passus deutet auf die sogenannten Widerstandseinheiten von Sindschar hin, eine jesidische Miliz, die mit der aufgelösten kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Türkei verbündet ist. Vor kurzem hatte die irakische Regierung bekannt gegeben, dass die Gruppe einer Entwaffnung zugestimmt habe. Die Region gehört zum Kernland der jesidischen Minderheit im Irak.
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