Flut im Himalaya: Fast 100 Tote und Hunderte Vermisste nach Sturzflut in Nepal
Eine Sturzflut begräbt Häuser unter sich und reist eine schwere Spur der Zerstörung in ein Flusstal zwischen Nepal und Tibet.
Die Zahl der Todesopfer steigt.
Vieles ist noch unklar.
Eine heftige Sturzflut in der Grenzregion zwischen Nepal und China hat eine tiefe Spur der Zerstörung hinterlassen und fast 100 Menschen in beiden Ländern in den Tod gerissen.
Allein in Nepal starben nach Angaben des Büros von Regierungschef Balendra Shah mindestens 95 Menschen.
Hunderte Menschen - darunter 484 Reisende aus Nepal und aus dem Ausland sowie Polizisten und Soldaten - wurden vermisst.
Aus Polizeikreisen hieß es, es werde befürchtet, die Zahl der Vermissten könnte in die Tausende gehen.
Die Behörden gaben für die flussabwärts gelegenen Gebiete in dem Himalaya-Staat eine Katastrophenwarnung heraus.
Nach Berichten der Zeitung „The Kathmandu Post“ und anderer nepalesischer Medien richteten die Wasser- und Schlammmassen große Zerstörungen in Ortschaften und an Infrastruktur entlang des Bhotekoshi an, der im Hochland von Tibet entspringt und die nepalesische Provinz Bagmati durchfließt.
Bilder des nepalesischen Fernsehens und Videos in den sozialen Medien zeigten, wie zahlreiche Häuser, Wasserkraftanlagen und Straßen zerstört, Brücken weggespült und ganze Dörfer überflutet wurden.
Unklar war zunächst, was die Sturzflut ausgelöst hat.
Nicht ausgeschlossen wurde, dass ein sogenannter Gletscherseeausbruch dazu geführt haben könnte.
Dabei entleert sich plötzlich ein Gletschersee in Form von Flutwellen.
Tote in China China meldete 3 Tote und 265 Vermisste.
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