Jena-Trainer geht auf Schiri los - Rot-Wahnsinn im Ost-Kracher
Drei Platzverweise, ein Last-Minute-Tor und jede Menge Emotionen: Der Chemnitzer F C und Carl Zeiss Jena trennten sich im Topspiel der Regionalliga Nordost vor 8413 Zuschauern 1:1. Für die Thüringer fühlte sich das Remis wie eine Niederlage an. Jena führte lange, spielte nach zwei Platzverweisen am Ende nur noch zu neunt und kassierte den Ausgleich erst in der Nachspielzeit.
Begleitet wurde die Partie erneut von Protesten gegen die Aufstiegsregelung. In den ersten beiden Minuten ruhte der Ball, Mitte der ersten Halbzeit flogen tausende Flummis auf den Rasen, dazu ertönte ein lautes Pfeifkonzert. Die Begegnung war mehrere Minuten unterbrochen.
Sportlich erwischte Jena den besseren Start. Emilio Munser brachte die Gäste bereits in der 4. Minute in Führung. Kurz vor der Pause sah Manassé Eshele nach Gelb-Rot den Platzverweis (45.). Nach dem Seitenwechsel drückte Chemnitz auf den Ausgleich, biss sich aber lange an der stabilen FCC-Defensive die Zähne aus.
Jena verteidigte leidenschaftlich und hätte sogar fast den zweiten Treffer nachgelegt. Doch in der Schlussphase wurde der Druck immer größer. Nach Gelb-Rot für Sören Reddemann (90.) mussten die Thüringer die letzten Minuten in doppelter Unterzahl überstehen. Das gelang nicht: David Voigt traf in der siebten Minute der Nachspielzeit zum verdienten 1:1 (90.+7).
Danach kochten die Emotionen endgültig über. Jena-Trainer Marco Grote ging auf Schiedsrichter Florian Lukawski los, sah Rot, stieß auf dem Weg Richtung Kabine einen Ordner weg und lieferte sich später noch ein Wortgefecht mit CFC-Coach Benjamin Duda. Der befand nach dem Spiel: „Wir haben Jena an die Wand gespielt.“
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