Drohkulisse vor Deutschland - Putin verlegt Kriegsschiffe in die Ostsee
Kiel – Putin baut die Drohkulisse in der Ostsee aus! Wenige Tage nach dem Zerstörer „Admiral Levchenko“ ist jetzt auch die moderne Lenkwaffenfregatte „Admiral Kasatonov“ aus der russischen Nordflotte in der Ostsee eingetroffen. Die Verlegung erfolgt ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem Kreml-Diktator Wladimir Putin Europa mit Gegenmaßnahmen wegen der Sanktionen gegen die russische Schattenflotte droht.
Mit der „Admiral Kasatonov“ schickt Moskau eines seiner modernsten Kriegsschiffe in die Ostsee . Die erst 2020 in Dienst gestellte Fregatte gehört zur Admiral-Gorschkow-Klasse und kann nach russischen Angaben Kalibr- sowie Zirkon-Marschflugkörper verschießen. Zuletzt war sie zur Sicherung und Eskorte russischer Frachter im Mittelmeer und im Ärmelkanal im Einsatz.
Bereits Ende Juli hatte Russland den Zerstörer „Admiral Levchenko“ aus der Nordflotte in die Ostsee verlegt. Das mehr als 160 Meter lange Kriegsschiff gehört zur sowjetischen Udaloy-Klasse und ist seit 1988 im Dienst. Die „Admiral Levchenko“ wurde ursprünglich für die Jagd auf U-Boote entwickelt und verfügt über Flugabwehrsysteme, Torpedos, Bordgeschütze sowie Bordhubschrauber. Offizielle Angaben aus Moskau zu den Gründen für die Verlegung gibt es bislang nicht. Russland setzt jedoch bereits seit Monaten verstärkt Kriegsschiffe ein, um Tanker und Frachter der umstrittenen Schattenflotte zu begleiten.
Erst vor wenigen Tagen drohte Putin europäischen Staaten, die gegen die russische Schattenflotte vorgehen. Die Kontrollen westlicher Staaten seien „nichts anderes als Piraterie und Plünderungen“. Russland werde darauf mit „spiegelbildlichen Maßnahmen“ reagieren. Gemeint: russische Enteraktionen europäischer Handelsschiffe. Dass die Schiffe der Schattenflotte im Gegensatz zu europäischen Handelsschiffen gezielt Sanktionen umgehen und Regeln der internationalen Seefahrt missachten, erwähnte der Kreml-Diktator jedoch nicht.
Der maritime Sicherheitsexperte Moritz Brake warnt davor, Putins Drohungen als bloße Rhetorik abzutun. „Strategisch versucht Moskau damit vor allem, Unsicherheit zu erzeugen und die Kosten westlicher Maßnahmen gegen seine Schattenflotte zu erhöhen“, erklärt er. Gerade deshalb dürfe Europa nicht den Eindruck vermitteln, „dass solche Drohungen hingenommen werden – erst recht, wenn ihnen Taten folgen sollten“, so Brake zu BILD.
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