Raumfahrt: Kleiner Rover, große Mission - „Idefix“ soll Phobos erkunden
Hochspannung beim DLR in Oberpfaffenhofen: Der deutsch-französische Rover „Idefix“ ist mit einer Sonde von Japan aus ins All gestartet.
Ziel ist der Marsmond Phobos.
Der Flug dahin ist eine Premiere.
Rauschender Applaus und Erleichterung im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen bei München: „Idefix“ ist auf dem Weg.
Der Rover, gebaut in Deutschland und Frankreich und benannt nach dem Hündchen aus den „Asterix“-Comics, startete als Teil der japanischen Weltraummission „MMX“ (Martian Moons eXploration).
Pünktlich um 21.41 Uhr MESZ hob die H3-Trägerrakete am japanischen Weltraumbahnhof auf Tanegashima ab.
Der Start der MMX-Mission wurde in Oberpfaffenhofen live übertragen.
Das dortige Institut für Robotik und Mechatronik hat die „Idefix“-Projektleitung im DLR .
Europäischer Missionsanteil: der „MMX“- Rover „Idefix“ „Idefix“ soll Raumfahrt-Geschichte schreiben.
Der Mini-Rover soll erstmals auf einem Marsmond landen und die unbemannte Landung des Mutterraumschiffs vorbereiten.
Wenn alles gut geht, soll ein Rückkehrmodul im Jahr 2031 Bodenproben vom Marsmond Phobos und damit aus dem Marssystem zur Erde bringen - das wäre ein Meilenstein. „Idefix“ wurde vom DLR und der französischen Raumfahrtagentur CNES (Centre National des Etudes Spatiales) für die „MMX“-Mission entwickelt und gebaut.
Es sei ein großes technisches Abenteuer, sagt die DLR-Vorstandchefin Anke Kaysser-Pyzalla.
Allein die Landung von „Idefix“ auf Phobos - die erste überhaupt - sei risikoreich und herausfordernd.
Die Wissenschaft erhoffe sich von der Mission Erkenntnisse darüber, „wie Phobos aussieht, wie Phobos zusammengesetzt ist - und wie Phobos entstanden ist“.
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