"Tatort: Trotzdem": Abschied vom "Tatort": Schuld, Sühne und Ringelhahns Ende
Nach zehn Filmen und beinahe ebenso vielen Jahren machte Dagmar Manzel 2024 als Franken-Kommissarin Schluss.
Ihr Abschieds-"Tatort: Trotzdem" mit Felix Voss (Fabian Hinrichs) begleitet das Drama zweier Familien, welches an eine griechische Tragödie erinnert.
Dies allerdings zum Sound der Sixties.
Im Vorspann des letzten Falles von Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) passiert etwas sehr Ungewöhnliches.
Zum Sound von Barry McGuires berühmtem Weltuntergangs-Song "Eve Of Destruction" von 1965 sieht man kurze, schwarz-weiß verfremdete Szenen aus den knapp 90 Minuten, die danach folgen.
So etwas macht man normalerweise nicht beim "Tatort".
Man sieht Menschen, die schreien, weinen, mit Pistolen wedeln, knien oder fallen.
Man darf sich also auf etwas gefasst machen.
Dabei geht der "Tatort: Trotzdem" (2024) danach so schön los ...
Kommissar Voss (Fabian Hinrichs) verabschiedet sich von seiner fast schon überirdisch liebevollen Freundin, der "Honigfrau" (Maja Beckmann), und steigt in den Wagen seiner Kollegin Paula.
Wie man aus den letzten neuneinhalb Jahren ihrer Zusammenarbeit weiß, gehen auch diese beiden achtsam und, ja, liebevoll miteinander um.
Die beiden Franken-Kommissare würden jedoch nicht gerufen, wenn nichts Schlimmes passiert wäre.
Und so hat einen das Böse in diesem zehnten und letzten gemeinsamen Voss & Ringelhahn-Fall bald wieder eingeholt.
Der 25-jährige Lenni wurde vor drei Jahren für den gewaltsamen Tod einer jungen Frau verurteilt.
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