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High-Tech-Offensive - Ukraine tüftelt an KI-Raketen

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High-Tech-Offensive - Ukraine tüftelt an KI-Raketen

Kiew – Die Ukraine macht ihre Angriffswaffen immer autonomer. Jetzt sollen erstmals auch Raketen mit künstlicher Intelligenz (KI) entwickelt werden. Das bestätigte die staatlich unterstützte ukrainische Innovationsplattform Brave1 gegenüber „Business Insider“. Mehrere ukrainische Unternehmen arbeiten demnach an Raketen, die KI-Technologie nutzen können.

„KI wurde zunächst in großem Maßstab bei Drohnen eingesetzt“, sagte Brave1-Chef Andrii Hrytseniuk dem Magazin. Die Technik sei für Drohnen ausreichend schnell, „Raketen erfordern jedoch deutlich höhere Geschwindigkeiten“. Nun integriere man KI aber zunehmend auch in Raketensysteme. Es gebe bereits erste Erfolge und zahlreiche laufende Entwicklungsprojekte.

Die Ukraine setzt bereits bei Drohnen und Bodenrobotern auf KI. Die Systeme können unter anderem bei Navigation, Zielerfassung und Entscheidungsprozessen helfen. Bei Raketen ist die Entwicklung allerdings komplizierter. Sie bewegen sich deutlich schneller als Drohnen. Genau deshalb sei die Geschwindigkeit der KI-Systeme eine besondere Herausforderung, erklärt Hrytseniuk.

Wie genau die KI künftig in den Raketen eingesetzt werden soll, ist bislang nicht bekannt. Auch ist unklar, wie weit die einzelnen Projekte bereits fortgeschritten sind. Klar ist aber: Die Ukraine investiert massiv in eigene Langstreckenwaffen. Dazu gehört auch die Neptune-Rakete. Sie wurde ursprünglich entwickelt, um feindliche Kriegsschiffe zu treffen. Inzwischen setzt die Ukraine die Rakete auch gegen Ziele an Land ein. Die neue Long Neptune soll Ziele in mehr als 1000 Kilometern Entfernung erreichen können.

Wie groß die ukrainischen Ambitionen sind, zeigt eine Zahl: Bereits im Mai erklärte Hrytseniuk, dass mehr als 200 ukrainische Unternehmen an KI-basierten Komponenten für Raketen, Drohnen, Radarsysteme und andere militärische Systeme arbeiten. Brave1 betont jedoch, dass die KI den Menschen nicht vollständig aus dem Prozess entfernen soll. Auch bei anderen ukrainischen Waffensystemen bleibt menschliche Kontrolle vorgesehen.

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