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Neue Studie - Forscher finden Antibiotika-Schutz in der Vagina

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Neue Studie - Forscher finden Antibiotika-Schutz in der Vagina

Antibiotika helfen gegen gefährliche Bakterien. Doch immer mehr Keime können solche Medikamente überleben – sie sind dann resistent. Jetzt haben Forscher in Frankreich einen überraschenden Fund gemacht: In der Scheide schwangerer Frauen entdeckten sie häufig Gene, die Bakterien dabei helfen können, Antibiotika zu überstehen.

Für ihre Studie untersuchten die Wissenschaftler fast 2000 Proben von schwangeren Frauen. In 56 Prozent der Proben fanden sie solche Resistenzgene – also Gene, die Bakterien helfen können, sich gegen Antibiotika zu schützen. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Frauen resistente Keime hatten. Die Forscher haben die Gene nachgewiesen, aber nicht untersucht, ob die Bakterien tatsächlich gegen ein bestimmtes Antibiotikum unempfindlich waren.

Besonders spannend war ein anderer Zusammenhang: Welche Bakterien in der Scheide leben, scheint damit zusammenzuhängen, wie viele dieser Resistenzgene dort zu finden sind. Wenn ein bestimmtes nützliches Milchsäurebakterium besonders häufig war, fanden die Forscher in drei von vier Proben keine Resistenzgene. Bei einer anderen Bakterien-Gemeinschaft war das dagegen nur bei rund jeder zehnten Probe der Fall.

Die Studie wirft eine wichtige Frage auf: Könnte die Scheidenflora eine bisher unterschätzte Rolle bei der Verbreitung von Antibiotika-Resistenzen spielen? Das ist noch nicht geklärt. Die Forscher betonen außerdem, dass ihre Ergebnisse nicht beweisen, dass die Resistenzgene Schwangerschafts-Komplikationen verursachen. Ob solche Gene möglicherweise von der Mutter auf das Baby weitergegeben werden können, soll in weiteren Untersuchungen geklärt werden.

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