„Sind keine Spitzenmannschaft“ - Jenas Abwehrchef kassiert Aufstiegs-Euphorie ein
Das war zumindest der erste Tiefpunkt der Saison. Dass der FC Carl Zeiss Jena gegen Lok Leipzig trotz einer Halbzeit in Überzahl mit 1:2 verliert, dürfte viele in Jena wieder auf den Boden der Tatsachen geholt haben. Abwehrboss Sören Reddemann ordnete die Ambitionen des letztjährigen Vizemeisters nach der Pleite neu ein. „Wir hätten die drei Punkte für das Selbstbewusstsein für die nächsten Wochen gebraucht, um einfach wieder in die Spur zu kommen. Das haben wir nicht geschafft. Dafür gibt es diverse Gründe.“
Auch von großen Saison-Plänen will Reddemann derzeit nichts wissen. Seine Worte klingen wie eine Warnung: „Wir sind gerade nicht die Spitzenmannschaft, die wir zu sein scheinen wollen. In fünf Spielen gegen Top-Vereine, die oben angreifen wollen, haben wir drei verloren, einen Sieg und ein Unentschieden geholt. Da ist klar, dass man nicht davon sprechen sollte, dass man vorne angreifen möchte. Wir sollten von Spiel zu Spiel denken und unsere eigenen Hausaufgaben machen.“
Klar ist: Der FCC-Kader ist in der Sommerpause zu großen Teilen intakt geblieben, hat die eigenen Ambitionen bislang aber noch nicht auf den Platz gebracht. Bezeichnend: Beim einzigen Sieg gegen eine Top-Elf, von der Reddemann spricht, saß Trainer Marco Grote gar nicht auf der Bank, er war beim 1:0 gegen Altglienicke rotgesperrt.
Grote selbst reagierte nach der Niederlage gegen Lok dünnhäutig auf die Frage, ob er Elias Löder wegen einer kurz zuvor erlittenen Verletzung in der Kabine gelassen hatte. Offenbar spielte aber auch die Leistung des Stürmers eine Rolle.
Kapitän Nils Butzen brachte die aktuelle Situation schließlich auf den Punkt: „Ich glaube nicht, dass irgendjemand sagen kann, ich bin auf die Saison gesehen an meinem Limit oder überhaupt nur nah dran. Da fehlen bei jedem ganz, ganz viele Prozente.“
Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.