Wolfssichtung: CDU mahnt Wolfsmanagement für Hamburg an
Erneut ist ein Wolf auf Hamburger Stadtgebiet gesichtet worden.
Die CDU erinnert an einen vorherigen Fall und verlangt klare Regeln für den Ernstfall.
Die Umweltbehörde soll liefern.
Nach der erneuten Sichtung eines Wolfes auf Hamburger Stadtgebiet fordert die CDU in der Bürgerschaft von der Umweltbehörde die Vorlage eines Wolfsmanagements.
Einen entsprechenden Plan, in dem klare Handlungsabläufe für problematische Situationen festgelegt werden sollen, habe Senatorin Katharina Fegebank (Grüne) seit langem zugesagt, sagte der jagdpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Ralf Niedmers. „Im Ergebnis muss in Hamburg ein Wolfsmanagement eingeführt werden, das eine sichere Entnahme von Wölfen ermöglicht, ohne zuvor ein langwieriges und bürokratisches Verfahren durchlaufen zu müssen“, forderte er.
Mit Entnahme ist auch die planmäßige Tötung von Wildtieren gemeint.
CDU fordert Wolfsmanagement bis Ende des Jahres In Hamburg habe es bereits einen ernsten Vorfall mit einem Wolf gegeben. „Damals wurde versprochen, dass die Umweltbehörde zügig reagiert, Vorsorge trifft und ein praxistaugliches Wolfsmanagement auf den Weg bringt“, sagte Niedmers.
Bis heute liege jedoch nichts vor.
Ende März war ein Wolf aus dem Hamburger Westen bis zur Binnenalster in der Innenstadt gelaufen.
Zuvor hatte er sich in eine Einkaufspassage in Altona verlaufen und dort nach Behördenangaben in Panik eine Frau verletzt.
Am Donnerstagsabend hatte die Umweltbehörde eine bestätigte Wolfssichtung aus dem Klövensteen am westlichen Stadtrand gemeldet. „Während die Behörde die Bevölkerung erneut über Wolfssichtungen informiert, fehlen weiterhin die versprochenen klaren Regeln und Maßnahmen für den Ernstfall“, sagte Niedmers.
Die CDU fordere die Vorlage „eines verbindlichen Wolfsmanagements bis spätestens zum Jahresende 2026 mit klaren Zuständigkeiten und konkreten Maßnahmen bei auffälligen Wölfen zum Schutz der Bevölkerung“.
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