Topspiel zwischen Magdeburg und Berlin - Handball-Giganten heiß auf Meister-Showdown
Nächster Clasico im deutschen Handball ! Am Donnerstag (20.15 Uhr/Dyn und MDR) treffen Meister SC Magdeburg und Pokalsieger Füchse Berlin aufeinander.
Diesmal aber in der Opel Handball-Bundesliga! Im Supercup vor zwei Wochen hatte Meister Magdeburg dem Pokalsieger aus der Hauptstadt beim 38:31 eine Abreibung verpasst. Für SCM-Trainer Bennet Wiegert (44) zählt der jüngste Erfolg aber schon nicht mehr: „Das ist abgeschlossen, weg, erledigt! Nach meiner Ansicht wird das eine komplett andere Situation.“
Zweimal wurde Magdeburg in den letzten drei Jahren Meister, vorletzte Saison ging der Titel an die Berliner. Heißt: Wer dieses Duell gewinnt, macht nicht nur selbst einen Schritt in Richtung Titel, sondern bremst auch den Rivalen aus. Wiegert zum Füchse-Kracher: „Ich werde nicht satt an Berlin gegen Magdeburg, ich mag das. Da ist etwas daraus entstanden die letzten Jahre, die Konkurrenz ist gewachsen, weil beide Teams einfach gut performt und gearbeitet haben. Dementsprechend ist es genau das, was ich möchte: ein richtiger Wettbewerb mit hoffentlich ganz vielen Emotionen!“
Das erste Ligaspiel konnte Magdeburg mit 33:31 in Gummersbach gewinnen. Auch Berlin erwischte beim 33:31-Sieg gegen Melsungen einen Ligastart nach Maß. Vor dem erneuten Knaller gegen Magdeburg sagt Trainer Nicolej Krickau (39): „Wir werden ,all in‘ gehen. In Magdeburg wird es noch einmal deutlich schwerer. Wir werden trotzdem angreifen, haben nichts zu verlieren, aber wir sind auswärts gegen den SCM der Underdog.“
Auch, weil die Berliner noch nicht komplett sind: Fabian Wiede (32/nach Kreuzbandriss) und Nils Lichtlein (24/nach Fuß-OP) fehlen weiterhin. Für Nicolej Krickau aber keine Ausrede: „Dass wir gerade weniger Personal haben, mache ich nicht zum Thema. Magdeburg spielt meist auch nur mit neun Spielern durch. Im Supercup war die Abwehr bei uns ein Thema, das muss definitiv besser werden.“ Und schmunzelnd fügt er an: „Mit weniger Spielern muss ich mir auch weniger Gedanken um die Verteilung der Spielzeiten machen.“
Für die kommende Saison rüsten die Füchse schon auf: Mit Dika Mem (29) und Simon Pytlick (25) kommen 2027 zwei Weltstars. Dann wird der deutsche Handball-Kracher also nochmal anders aussehen. „Das ist nicht in unserem Kopf“, stellt SCM-Trainer Wiegert auf BILD-Nachfrage klar. „Wir sind im Hier und Jetzt, nicht in der Vergangenheit, nicht in der Zukunft. Das spielt für mich überhaupt keine Rolle, aber ich nehme es zur Kenntnis. Es ist nichts, was ich beeinflussen kann und nicht meine Kaderplanung, die ich bestimmen kann.“
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