IAEA-Konferenz: Irans Atomchef erhält kein Visum für IAEA-Konferenz in Wien
Dem iranischen Atomchef und Vizepräsidenten Mohammed Eslami ist die Einreise nach Österreich für ein Treffen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) verweigert worden. Die Entscheidung sorgte zu Beginn der Jahreskonferenz aller IAEA-Mitgliedsländer in Wien für einen diplomatischen Streit zwischen dem Iran, Österreich und den Vereinigten Staaten.
Eslami ist mit UN-Sanktionen belegt, die unter anderem Einreiseverbote enthalten. Österreich habe beim zuständigen Komitee des UN-Sicherheitsrates um eine Ausnahme gebeten, doch diese sei verweigert worden, sagte Österreichs UN-Botschafter in Wien , Christian Ebner, zu Beginn der IAEA-Konferenz. US-Botschafter Preston Wells Griffith teilte mit, dass die USA hinter diesem Schritt stünden. Die USA könnten Eslamis Reise wegen der mangelnden Kooperation Teherans mit IAEA-Atominspektoren nicht erlauben.
Als Reaktion auf das Einreiseverbot bestellte das Außenministerium in Teheran den österreichischen Geschäftsträger ein, wie Außenamtssprecher Ismail Baghai mitteilte. Österreich habe sich als Gastgeber für internationale Organisationen diskreditiert, sagte Teherans UN-Botschafter in Wien, Resa Nadschafi.
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