Er packt immer noch mit an - Vom Zocker zum Klimaanlagen-Millionär
Ludwigshafen – Früher verbrachte er seine Nächte zockend im Kinderzimmer. Heute baut Sascha Schalk (33) an einem 20-Millionen-Imperium. Mit seinem Unternehmen „Cool & Smart“ installiert er Klimaanlagen im ganz großen Stil.
Dass aus dem einst übergewichtigen Jungen mal ein erfolgreicher Geschäftsmann werden würde, hätte außer ihm wohl niemand geglaubt. Schalk: „Ich hatte nach dem Abitur meine Mechatroniker-Ausbildung gemacht, einen sicheren Job in der Tasche und sollte mich einfach damit zufriedengeben.“
Doch das tat er nicht. Schalk kündigte beim Chemie-Giganten BASF und startete nach dem Industriemeister für Mechatronik im April 2019 mit seinem eigenen Unternehmen „Cool & Smart“. Weil seine Inserate auf Kleinanzeigen einschlugen, funktionierte er den alten Schweinestall seiner Großeltern zum ersten Lager um. Schon bald folgten Mitarbeiter und größere Firmengebäude.
Sein Erfolgsgeheimnis? Ein digitales System. Auf einer eigenen Internetplattform werden Angestellte und Kunden mit 27 Stunden Videomaterial durch die Bedienung und Einrichtung der Anlagen geleitet. Dafür investierte er rund 100.000 Euro in ein eigenes Videostudio. Dass moderne Klimaanlagen nicht nur kühlen, sondern auch kostengünstig heizen, kam beim Verbraucher sehr gut an.
Dabei setzt der Unternehmer voll auf echte Männerfreundschaften: Fast alle Führungspositionen hat er mit Menschen aus seinem engsten Freundes- und Familienkreis besetzt. Das zahlt sich aus – Pfusch am Bau oder Diebstahl gibt es bei ihm nicht. Gemeinsam mit seinem besten Kumpel André Dörrzapf (35) gründete er zudem die Tochtergesellschaft „Warm & Smart“, die sich auf Wärmepumpen fokussiert.
Nachwuchs in der viel diskutierten „Gen Z“ findet Schalk allerdings kaum. Die meisten seiner Mitarbeiter sind um die 30 Jahre oder älter als er selbst. Das liegt auch an den klaren Ansagen im Betrieb. Der Unternehmer: „Wir sind sehr leistungsorientiert. Eine Vier-Tage-Woche, Homeoffice oder einen Obstkorb zur Begrüßung gibt es bei uns nicht. Dafür bieten wir ein überdurchschnittliches Gehalt, echte Wertschätzung und ein starkes Team.“ „A-Player fühlen sich unter anderen A-Playern wohl, alle anderen brauchen sich nicht zu bewerben.“
Trotz des rasanten Aufstiegs ist Schalk am Boden geblieben und packt nach wie vor selbst im Blaumann mit an. „Bei Kundenterminen werde ich oft von uninformierten Kunden für den Azubi gehalten“, erzählt er lachend. „Doch ich weiß, dass meine Jungs es respektieren, wenn sich auch der Chef die Hände schmutzig macht.“
Heute beschäftigt er mehr als 100 Angestellte. Schalk stolz: „Wenn ich darüber nachdenke, dass ich heute über 100 Familien von meinem Kindheitstraum ernähren kann, macht mich das unglaublich stolz. Wenn das doch nur mein Opa hätte erleben dürfen.“
Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.