Italien: Mindestens 160 Festnahmen bei gewaltsamen Jugendprotesten in Mailand
Nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Frankreich ist auch die Lage in Italien eskaliert.
Es gibt mehr als 100 Festnahmen.
Giorgia Meloni trommelt die Sicherheitskräfte zusammen.
Die gewaltsamen Proteste in Frankreich schauen sich offenbar auch junge Menschen in anderen europäischen Städten ab: Den zweiten Tag in Folge kam es auch in Italien zu gewalttätigen Ausschreitungen am Rande friedlicher Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten.
In der norditalienischen Wirtschaftsmetropole Mailand attackierten schwarz gekleidete, vermummte Jugendliche am Sonntag die Polizei auf der zentralen Piazza Duomo mit Feuerwerkskörpern und Flaschen.
Zudem errichteten sie Barrikaden, schlugen Schaufenster ein, plünderten Geschäfte und Supermärkte, berichtete unter anderem die Nachrichtenagentur Ansa.
Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer gegen die Demonstranten ein.
Mindestens vier Beamte und 20 Demonstranten seien verletzt worden.
Zudem gab es mindestens 160 Festnahmen, hieß es weiter.
Von den Festgenommenen seien 80 Prozent Jugendliche.
Italiens Sicherheitskräfte tagen in Rom Bereits am Samstag war es in mehreren norditalienischen Städten zu ähnlichen Krawallen gekommen.
Auch in Städten wie Turin, Bologna und Bergamo gab es demnach Zusammenstöße, bei denen Steine und Feuerwerkskörper auf die Polizei geworfen wurden.
Die Unruhen erinnern an die Gewalt im Nachbarland Frankreich .
Dort waren Hunderttausende aus Wut über steigende Kosten und den Abbau öffentlicher Dienstleistungen auf die Straße gegangen.
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