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Polizei rollt „Fall Hannes S.“ wieder auf - Podcast deckt neue Spuren zum Tod von Fußball-Fan auf

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Polizei rollt „Fall Hannes S.“ wieder auf - Podcast deckt neue Spuren zum Tod von Fußball-Fan auf

Magdeburg – Ein True-Crime-Podcast sorgt für eine überraschende Wende im rätselhaftesten Todesfall in der ostdeutschen Fußballszene. Fast zehn Jahre nach dem Tod des FCM-Fans Hannes S. (†25), der nach einer Auseinandersetzung mit Anhängern des Halleschen FC (HFC) aus einem fahrenden Regionalzug stürzte, rollen Staatsanwaltschaft und Polizei den Fall neu auf. Angeblich könnten neue Erkenntnisse endlich klären, was am 1. Oktober 2016 passiert war.

Hannes S. war an dem Herbsttag vor zehn Jahren mit anderen Fans des 1. FC Magdeburg in Haldensleben in Sachsen-Anhalt in den Zug gestiegen, in dem sich bereits Anhänger des HFC befanden. Dort gerieten die beiden Gruppen aneinander . Dabei fiel der Schlosser aus dem fahrenden Zug und starb elf Tage später an seinen schweren Kopfverletzungen. Verdächtig: Die Überwachungskamera im Bahnabteil war offenbar zuvor abgeklebt worden. Da es keine hinreichenden Beweise für einen Tatverdächtigen gab, wurden die Ermittlungen 2017 eingestellt.

Floh Hannes S. vor gewaltbereiten Hooligans oder wurde er gestoßen? Neue Aussagen im Podcast „Der Zug – wie starb Hannes“ vom Juli 2026 brachten nun die überraschende Wende: Die Ermittler gehen inzwischen sogar dem Verdacht eines vorsätzlichen Tötungsdeliktes nach. Die Spuren führen offenbar direkt in die hallesche Ultra-Szene. Das teilt die Staatsanwaltschaft Magdeburg mit: „Anlass für die erneute Befassung mit dem Todesfall sind unter anderem die im Juli 2026 in einem Podcast veröffentlichten Recherchen und darin bekannt gewordene neue Hinweise zum damaligen Geschehen. Die dortigen Schilderungen werden derzeit mit den umfangreichen Ergebnissen des ursprünglichen Ermittlungsverfahrens abgeglichen und neu bewertet“, heißt es.

Hannes’ Eltern hatten immer wieder gefordert, die Umstände seines Todes weiter zu untersuchen. „Ich schlafe nachts mit der Frage ein, was meinem Jungen geschah, und wache morgens wieder mit ihr auf“, sagte Mutter Silke S. damals zu BILD. Jetzt könnte sie Klarheit bekommen. Im Fokus stehen neue Aussagen zu den damals beteiligten Personen und zu den dramatischen Sekunden im Regionalzug.

Außerdem bittet die Polizei um Hilfe und sucht Zeugen, die damals geschwiegen oder inzwischen Neues erfahren haben. „Auch spätere Äußerungen oder Gespräche über das Geschehen, Kenntnisse über beteiligte Personen sowie Wahrnehmungen aus dem damaligen Umfeld können für die erneute Bewertung des Sachverhalts relevant sein“, betonen die Beamten. Wer mehr weiß, soll sich bitte telefonisch unter 0391/5461010 melden.

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