Oberbürgermeisterwahl Hannover: Viel Einigkeit, aber … was die OB-Kandidaten trennt
Bezahlbare Wohnungen, sichere Wege und bessere Berufsorientierung: Über die Probleme junger Menschen herrscht im OB-Wahlkampf weitgehend Konsens.
Unterschiedlich sind vor allem Diagnosen und Rezepte.
Wer in Hannover den drei Oberbürgermeisterkandidaten von Grünen, CDU und SPD zuhört, erkennt zunächst viele Gemeinsamkeiten: Es müsse mehr gebaut werden, die Innenstadt müsse sicherer und der Übergang von der Schule in den Beruf leichter werden.
Beim „Burger Dialog“ mit jungen Menschen in einem Schnellrestaurant zeigten sich die Unterschiede vor allem bei der Frage, wer handeln soll und wie schnell Veränderungen möglich sind.
Onay : Waffenverbotszone, Ordnungsdienst, Hilfsangebote Amtsinhaber Belit Onay (Grüne) verteidigte den bisherigen Kurs.
Er verwies auf eine ausgeweitete Waffenverbotszone, 75 Beschäftigte im städtischen Ordnungsdienst und zusätzliche Hilfsangebote für Wohnungslose und Suchtkranke.
Sicherheit dürfe nicht durch Verdrängung entstehen.
Beim Wohnen setzt Onay unter anderem auf eine Nachverdichtung der Stadt, das Vorgehen gegen Zweckentfremdung und spezielle Azubiwohnungen.
CDU -Kandidat Peter Karst sieht vor allem langwierige Genehmigungen und hohe städtische Auflagen als Hindernis.
Bauprojekte müssten beschleunigt und Standards gesenkt werden.
Für belastete Plätze forderte Karst jeweils eigene Konzepte, mehr Polizei und Ordnungspräsenz sowie aufsuchende Hilfen.
Alle drei Kandidaten weisen Kriminalisierung Obdachloser zurück SPD -Kandidat Axel von der Ohe sieht in bezahlbarem Wohnen die wichtigste soziale Frage der Stadt.
Er verlangt mehr geförderte Wohnungen und will leerstehende Warenhäuser teilweise zum Wohnen nutzen.
Bei der Sicherheit setzt er auf eine Präsenz von Polizei und Ordnungsdienst mit Videoüberwachung, Verbotszonen und Prävention.
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