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"Frau gegen Blau" oder "Blaue Wende"?

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"Frau gegen Blau" oder "Blaue Wende"?

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern läuft es auf ein Duell zwischen SPD und AfD hinaus. Wie sich die Lage darstellt - und wie ein Politologe den Wahlkampf einordnet.

Keine 24 Stunden nach Schließung der Wahllokale in Sachsen-Anhalt präsentiert Manuela Schwesig (SPD) ihre neuen Wahlplakate. Vor der Kulisse des Schweriner Schlosses, in dem der Landtag seinen Sitz hat, fällt eine Hülle nach der anderen und macht den Blick frei auf das Hauptmotiv: Manuela Schwesig. Rot ist der Blazer, rot der Hintergrund. Das Partei-Logo versteckt sich im Kleingedruckten. Das Motto: "Die Frau gegen Blau."

In der heißen Phase des Landtagswahlkampfes in Mecklenburg-Vorpommern setzt die SPD voll auf Konfrontation mit dem Hauptgegner, der AfD . Im aktuellen ZDF-Politbarometer führen die Rechtspopulisten mit 37 Prozent vor den Sozialdemokraten mit 34 Prozent. Der Abstand hatte sich in den Umfragen in den letzten Wochen zunehmend verringert. Schwesig sagt:

Die Sozialdemokratin regiert seit 2017 das Land, zunächst in einer Koalition mit der CDU , seit 2021 mit der Linken . Schwesig profitiert spürbar von ihrem Amtsbonus als Ministerpräsidentin: 61 Prozent der im ZDF-Politbarometer Befragten wollen sie weiter als Ministerpräsidentin, 28 Prozent sprechen sich für den Ministerpräsidentenkandidaten der AfD, Leif-Erik Holm, aus. Und so ist es für die Wahlkämpfer der SPD konsequent, ihre Kampagne auf Manuela Schwesig zu fokussieren.

Auch das zeigt das aktuelle Politbarometer : In den meisten Bereichen wird Schwesig und ihrer SPD die größte Kompetenz zugewiesen: Wirtschaft, Arbeitsplätze, Schule/Bildung und Infrastruktur. Beim Thema Flüchtlinge/Asyl liegt die AfD vorn, allerdings gehört dieses Thema für die Befragten nicht zu den fünf wichtigsten Problemen des Landes.

Stellt sich die Frage, warum die AfD vorn liegt, obwohl sie weder mit ihrem Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten in den Umfragen punkten kann noch mit ihren Kompetenzen in zentralen Politikfeldern? Im Gespräch mit Menschen, die die Info-Stände der AfD besuchen, wird schnell klar: Themen wie die Unterstützung der Ukraine, Rente oder hohe Spritpreise dominieren. Landespolitik hat hier nur begrenzte Möglichkeiten zu gestalten. Der Frust über die Bundespolitik ist groß.

Auch wenn die AfD nach ihrem Wahl-Erfolg in Sachsen-Anhalt in den Umfragen in Mecklenburg-Vorpommern kaum zulegt, verspürt Spitzenkandidat Leif-Erik Holm Rückenwind für seine "Blaue Wende": "Wir sehen, dass die Zahlen sich noch bewegen und wir legen jetzt einen Endspurt hin."

Ob die AfD im Nordosten allerdings deutlich mehr als 40 Prozent der Wählerinnen und Wähler gewinnen kann, wie in Sachsen-Anhalt, ist offen. Die Zustimmung für die Ministerpräsidentin im Nordosten ist größer als für den Amtskollegen von der CDU im weiter südlich gelegenen Sachsen-Anhalt. Auch ist die personelle Aufstellung der AfD eine andere, wie Wolfgang Muno, Professor für Politikwissenschaft an der Uni Rostock, analysiert:

Muno fügt hinzu: "Wir haben in MV die merkwürdige Situation, dass Leif-Erik Holm der Ministerpräsidentenkandidat ist, aber gar nicht auf der Landesliste steht.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.zdf.de — der Inhalt gehört ZDFheute.

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