Obsternte: Apfelernte in Sachsen-Anhalt startet
Pünktlich zum meteorologischen Herbstanfang sind auch heimische Früchte bereit zum Verzehr.
Doch viele Faktoren machen es den Plantagen schwer und drücken die diesjährigen Erträge.
Die Apfelsaison in Sachsen-Anhalt geht in eine neue Runde.
Im Harz wurde der Auftakt zur Ernte auf einem Obsthof gefeiert.
Die Erträge fallen in diesem Jahr allerdings voraussichtlich deutlich schwächer aus.
Nach vorläufigen Schätzungen des Obstbauverbandes liegt die Erntemenge bei rund 13.000 Tonnen für Sachsen-Anhalt.
Die Region steht laut Jörg Geithel, Chef des Obstverbandes Sachsen & Sachsen-Anhalt, damit nicht allein da.
Der Rückgang reihe sich in einen europaweiten Trend ein.
Nach Schätzungen werde die Apfelproduktion in den wichtigsten EU-Ländern in diesem Jahr auf etwa 9,5 Millionen Tonnen geschätzt, etwa 16 Prozent weniger als im Vorjahr und damit die kleinste EU-Apfelernte seit 2017.
Von Frösten, Trockenperioden, Hagel und Hitze seien vor allem die osteuropäischen Anbaugebiete betroffen - allen voran Polen als größter Apfelerzeuger in Europa.
In Deutschland werde eine Ernte von rund einer Million Tonnen erwartet, etwa 11 Prozent weniger als 2025.
Bedingungen für Obstproduktion werden schwieriger Doch nicht nur der Klimawandel ist ein Faktor für die niedrigen Ernteerträge.
Die Obstbauern in Deutschland würden unter höchsten Qualitäts-, Umwelt- und Sozialstandards produzieren und seit vielen Jahren „in Biodiversität, in Blühstreifen, in Nistkästen, in blühende Landschaften, in moderne Klimaschutzmaßnahmen“ investieren, erklärte Geithel.
Man sei Teil der Ernährungssicherheit, doch die Rahmenbedingungen würden schwieriger.
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