Staatsfinanzen: Bund, Länder und Kommunen steigern ihr Finanzvermögen deutlich
Der öffentliche Gesamthaushalt in Deutschland ist im vergangenen Jahr gewachsen. Laut Statistischem Bundesamt stieg das Finanzvermögen im Vergleich zum Jahresende 2024 um 5,9 Prozent. Ende 2025 besaßen Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung inklusive aller Extrahaushalte demnach ein Finanzvermögen von 1199,1 Milliarden Euro.
Bund : Das Finanzvermögen stieg um 6,4 Prozent auf 457,2 Milliarden Euro. »Der Anstieg beim Bund ergibt sich insbesondere durch die Erhöhung der Liquiditätsreserve des Bundes und durch eine Eigenkapitalerhöhung bei der Deutschen Bahn AG«, heißt es in einer Mitteilung.
Länder : Das Finanzvermögen wuchs um 8,2 Prozent auf 307,5 Milliarden Euro. »Die Entwicklung verlief in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich«, erklärte das Amt. Den größten prozentualen Anstieg hatte Bremen mit rund 28 Prozent. Grund ist laut Destatis, »dass empfangene Barsicherheiten für Derivat-Geschäfte als liquide Mittel angelegt wurden«. Danach folgten Sachsen-Anhalt mit 25 Prozent und Niedersachsen mit 21,3 Prozent.Den höchsten Rückgang mit minus sechs Prozent verzeichnete Nordrhein-Westfalen. Grund sei, dass das Land Kredite getilgt habe. Weniger Geld zur Verfügung hatten auch Berlin mit minus vier Prozent und Schleswig-Holstein mit einem Minus von 0,9 Prozent.
Gemeinden : Das Finanzvermögen stieg um 1,9 Prozent auf 252,8 Milliarden Euro.
Das öffentliche Vermögen der Sozialversicherung stieg um 6,6 Prozent auf 181,6 Milliarden Euro.
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