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Meta: Oversight Board kritisiert geplantes Aus für Faktenchecks

Der Spiegel Netzwelt ·
Meta: Oversight Board kritisiert geplantes Aus für Faktenchecks

Ein Kontrollgremium des Unternehmens hat die Facebook -Muttergesellschaft Meta gewarnt, sein Faktencheck-Programm durch sogenannte »Community Notes« zu ersetzen. Dabei werden umstrittene und irreführende Posts nicht mehr von unabhängigen und von Meta beauftragten Faktencheckern überprüft. Stattdessen sollen Nutzer unter einem Beitrag selbst einordnenden Kontext hinzufügen können. Meta hatte zuvor angekündigt, das neue System in Lateinamerika zu testen.

»Wir fordern Meta nachdrücklich auf, Community Notes nicht als direkten Ersatz für Faktenchecks zu betrachten und alle Instrumente zu nutzen, die der Herausforderung durch Falschinformationen auf den Plattformen am besten gerecht werden«, erklärte das sogenannte »Oversight Board«. Dabei müsse die freie Meinungsäußerung geschützt und potenzielle Schäden bekämpft werden.

Das von Meta gegründete Gremium hat 2020 seine Arbeit aufgenommen. Es ist besetzt mit Menschenrechtlern, Publizisten und ehemaligen Politikern, darunter dem früheren »Guardian«-Chefredakteur Alan Rusbridger und Helle Thorning-Schmidt, einer ehemaligen Ministerpräsidentin Dänemarks. Es ist von Meta finanziert, rechtlich aber unabhängig.

Nutzer von Facebook, Instagram und Threads in 16 spanischsprachigen Ländern der Region können sich seit Mittwoch anmelden, um Online-Beiträgen Kommentare hinzuzufügen. Da es sich um ein Pilotprojekt handelt, bleiben die Kommentare zunächst für andere Nutzer unsichtbar.

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Das Aufsichtsgremium erklärte, Community Notes könnten »zwar wichtige Debatten bereichern und die freie Meinungsäußerung fördern«. Doch könnten sie auch zu realen »Schäden beitragen, für deren Vermeidung oder Behebung Meta verantwortlich ist«. Das Gremium betonte zudem, dass Community Notes sich häufig auf Faktenchecks als Quelle stützen.

Zu den Ländern, die an dem Pilotprojekt von Meta teilnehmen, gehören Argentinien, Bolivien, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Honduras, Mexiko, Nicaragua, Panama, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela.

Im Januar 2025 hatte Meta-Chef Mark Zuckerberg bekannt gegeben, dass Meta sein Faktencheck-Programm zunächst in den USA einstellen werde. Zuckerberg begründete seine Entscheidung damit, dass »Faktenprüfer einfach politisch zu voreingenommen« gewesen seien und »in den USA mehr Vertrauen zerstört als geschaffen« hätten.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.spiegel.de — der Inhalt gehört Der Spiegel Netzwelt.

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