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„Bundespolitik steht in der Kritik“ - Nächstes Bundesland will Wahlkampf ohne Merz

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„Bundespolitik steht in der Kritik“ - Nächstes Bundesland will Wahlkampf ohne Merz

Schwerin – Kurz vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern kämpft die CDU um ihre Existenz – und droht sogar, unter die Fünf-Prozent-Grenze zu fallen. Einen Sündenbock haben die Wahlkämpfer bereits ausgemacht. Sie gehen auf maximale Distanz zu Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz (70). „Die Bundespolitik steht tatsächlich absolut in der Kritik hier in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Spitzenkandidat Daniel Peters (45) dem Sender WELT TV (gehört wie BILD zur Axel Springer SE).

Dies werde er auch „knallhart nach Berlin“ kommunizieren. „Friedrich Merz, hin oder her – es geht um die Landespolitik in Mecklenburg-Vorpommern “, sagte Peters. Die Partei befinde sich „in einer ernsten Lage. Wir führen mittlerweile einen Existenzkampf.“ Er betonte: Vor der Wahl am 20. September werde es keinen Auftritt von Merz mehr im Nordosten geben. Bei dem einzigen Wahlkampf-Auftritt in Kühlungsborn war der Kanzler teilweise ausgepfiffen und beschimpft worden.

„Im Moment sind die Menschen von der Bundespolitik hier bei mir sehr enttäuscht, und darunter leiden wir“, sagte Peters. Die schwarz-rote Koalition in Berlin habe „offenbar noch nicht verstanden, worum es eigentlich geht“.

In den jüngsten Umfragen kommt die MeckPomm- CDU nur noch auf sieben Prozent. „Die Sorge vor dem Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde ist da“, sagte CDU-Fraktionsvize Marc Reinhardt (48) dem „Tagesspiegel“. Der frühere Partei- und Fraktionschef Eckhardt Rehberg (72) sagte der Zeitung: „Es gibt nach den Umfragen die Gefahr, dass die CDU aus dem Landtag Mecklenburg-Vorpommern herausfällt.“

Noch deutlicher wurde zuletzt der stellvertretende Landesvorsitzende Tino Schomann (38). „ Berlin trägt die Hauptverantwortung“, urteilte er im NDR. Rückenwind aus der Hauptstadt habe es für den Wahlkampf nicht gegeben. Über Kanzler Merz sagte der Landrat von Nordwestmecklenburg: „Wir brauchen eine Persönlichkeit, die Empathie, Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit vermittelt. Er hat gezeigt, dass er das nicht kann. Für die Position ist er in meinen Augen ungeeignet, um das Land auch zu einen und die Probleme im Land zu lösen.“

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