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"Es ist hart, ein Mann zu sein, das macht Druck"

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"Es ist hart, ein Mann zu sein, das macht Druck"

Was heißt es heute, ein Mann zu sein? Junge Männer suchen Orientierung auf Social Media, wo oft traditionelle Männlichkeitsbilder und frauenfeindliche Narrative vermittelt werden.

Rapper Ego ist in Frankfurt aufgewachsen. Sein Traum war schon früh, Rapper zu werden. Heute verarbeitet er in seiner Musik Themen wie Status, Härte und Männlichkeit. Vor allem die Frage, was einen "richtigen Mann" ausmacht, beschäftigt ihn schon lange. "Keiner will so ein unerfolgreicher kleiner Typ sein, der überall rumgekickt wird", sagt er.

Für ihn gehören ein "starkes und stabiles Auftreten und enormes Selbstbewusstsein" zu einem "richtigen Mann". Dieser Anspruch setzt ihn aber auch unter Druck: "Es ist hart, ein Mann zu sein, das macht Druck."

Es gebe so typische Bilder, die einfach schon so seit Jahren bedient würden, "wo man sagt, okay, das ist ein Mann", sagt Ego.

Vorbilder für diese Annahmen findet er in Filmen und der Musikbranche. Diese hätten sein Männlichkeitsbild stark geprägt, berichtet Ego. Gleichzeitig beschreibt er eine Orientierungslosigkeit und die Sehnsucht nach klaren Rollenbildern - wie früher, so der 27-Jährige.

Und plötzlich sage einem jemand, alles was man sein müsse, sei "ein harter Mann", ergänzt Tobias Ginsburg. Der Journalist forscht seit Jahren zu digitalen Männerwelten und antifeministischen Milieus. Für Ginsburg ist der Trend dieser Männlichkeitsbilder ein Zusammenwirken aus individuellen Krisen, wirtschaftlichem Interesse und den sozialen Medien.

Ginsburg beobachtet, dass junge Männer immer häufiger online Orientierung und Zugehörigkeit suchen: "Es ist so eine unglaubliche Industrie geworden, die ein immer jüngeres Publikum anspricht. Und da drin ist auch eine große Gefahr", warnt er.

Auch Hendrik sucht nach dem Ende seiner ersten Beziehung nach Antworten. Heute arbeitet er als Dating-Coach und vermittelt über Social Media seine Vorstellungen von Männlichkeit, Rollenbildern und Beziehung. Er möchte jungen Männern helfen, die bei Frauen scheitern und gibt ihnen selbsterprobte Tipps.

Für Hendrik steht im Fokus seiner Arbeit die männliche Energie. Seinen Kunden verkauft er, dass Frauen genau diese suchten und bräuchten. Für ihn hat der Mann "die Führung in der Hand".

Für Tobias Ginsburg sind das klassische Narrative aus dieser besonderen Coaching-Szene. Im Zentrum steht die Hoffnung der Kunden auf Liebe oder auf Sex. "Das Standard-Narrativ in dieser Männlichkeitsindustrie ist (…), 'du musst stärker werden, dann kannst du erst Erfolg haben'."

Als Kapital verkaufen diese Coaches ihren Kunden die eigene Männlichkeit, die noch stärker und größer werden muss, um am Ende "die Mädchen zu bekommen", berichtet Ginsburg. Dabei ist für den Experten klar, dass ein Großteil dieser Szene nicht nur abwertend, sondern mit Verachtung über Frauen spricht.

Im Hinblick auf die Gefahren der Szene und die dadurch verfestigten Rollen- und Männerbilder appelliert Tobias Ginsburg an die eigenen Werte, die ebenso wie toxisches Verhalten regelmäßig hinterfragt werden sollten: "Es gibt für mich nichts, was unmännlich wäre oder eine falsche Männlichkeit", resümiert er.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.zdf.de — der Inhalt gehört ZDFheute.

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