2. Fußball-Bundesliga: Team statt Stars: Zusammengewachsene Hertha „macht Spaß“
Der Abgang zahlreicher Starspieler ließ die Anhänger von Hertha vor der Zukunft zittern.
Doch mit dem Umbruch wachsen neue Perlen in einer nun gefestigten Mannschaft.
Die Stars sind weg - jetzt ist die Mannschaft der Star.
Der Umbruch bei Fußball-Zweitligist Hertha BSC mit 15 Abgängen und bisher lediglich drei Neuzugängen sowie einer neuen Spielphilosophie hat das Team auch mental zu neuen Erkenntnissen geführt. „Es macht gerade extrem Spaß.
Der Wechsel zum neuen Spielstil ist uns geglückt, es waren alles verdiente Siege“, sagte Paul Seguin nach dem furiosen 5:3-Erfolg bei Eintracht Braunschweig, dem vierten Sieg im vierten Spiel in der noch jungen Saison.
Anstatt die Starspieler glänzen zu lassen, während bei dem Rest der Mannschaft in der Vergangenheit immer eine gewisse Lethargie den Spielfluss auf dem Feld hemmte, arbeitet jetzt die gesamte Mannschaft.
Ein höher angelegtes Spiel, eine früher fehlende konstante Intensität und der Zusammenhalt ergeben derzeit nicht nur 100 Prozent, sondern sogar 120, wie Niklas Kolbe nach dem 4:1-Sieg gegen Bundesligaabsteiger Heidenheim die Atmosphäre im Team beschrieb. „Wir sind als Mannschaft sehr eng zusammengewachsen und haben uns vorgenommen, immer alles rauszuhauen“, sagte Josip Brekalo, der in Braunschweig einen Doppelpack geschnürt hatte.
Der neue Kapitän ist so etwas wie der letzte übriggebliebene Star, der sich aber in den Dienst der Mannschaft stellt und dadurch auch andere Spieler zur Entfaltung kommen lässt, die in den vergangenen Jahren allenfalls eine Nebenrolle eingenommen hatten.
Eitschberger und Thorsteinsson als Beispiele für die neue Hertha „Jon mit Eitschi zusammen waren in Saarbrücken herausragend gut“, sagte Trainer Stefan Leitl nach dem dritten Ligaerfolg in Niedersachsen über seine Außenspieler auf der linken Seite.
Außenverteidiger Julian Eitschberger, der schon zweimal verliehen war und auch im Winter auf einen Wechsel pochte, ist mittlerweile ähnlich dynamisch unterwegs wie Vorgänger Jonjoe Kenny. „Wir haben in der Pause durchgeschnauft und sind dann mit Euphorie in die zweite Halbzeit gegangen, weil das Momentum einfach auf unserer Seite war“, sagte das Eigengewächs über das 2:2 zur Halbzeit nach einem 0:2-Rückstand, „danach hat man gesehen, welche Energie wir auf den Platz bringen können.“ Zusammenspiel von Qualität und Charakter Während Eitschberger als Mosaikteil des sogenannten Berliner Weges stehen kann, blüht der im Sommer 2024 von außerhalb zur Hertha gestoßene Jon Dagur Thorsteinsson förmlich auf.
Der in der vergangenen Rückrunde zu Brann Bergen verliehene Außenstürmer wurde in seiner bisherigen Berliner Zeit häufig belächelt und schlimmstenfalls bemitleidet, sorgte in Braunschweig für das 1:2 und war an zwei weiteren Toren direkt beteiligt. „Mich freut es einfach.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.