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Kultur

Zigaretten: Ministerium macht Fehler im Tabaksteuergesetz

Stern ·
Zigaretten: Ministerium macht Fehler im Tabaksteuergesetz

Ab 2027 sollen die Tabaksteuern schrittweise steigen und das Rauchen verteuern, so dachte man.

Dann aber die kalte Dusche aus dem Nichts mit dem Gesetzestext.

Was ist da passiert? Bei einem Gesetz, das die Zigarettenpreise in den kommenden Jahren deutlich verteuern wird, ist dem Bundesfinanzministerium ein Fehler unterlaufen.

Im Bundesgesetzblatt wurde ein Gesetzestext veröffentlicht, dem zufolge das Gesetz schon an diesem Mittwoch in Kraft tritt.

Das überraschte die Tabakbranche, die mit einem Inkrafttreten zum Jahreswechsel gerechnet hatte.

Der Verband der deutschen Rauchtabakindustrie (VdR) wies darauf hin, dass durch das Inkrafttreten schon jetzt viel höhere Steuersätze greifen, die eigentlich erst für 2030 vorgesehen sind. „Es sind gar keine neuen Steuerzeichen vorhanden - wir müssten also umgehend die Produktion einstellen, weil wir keine Zigaretten mehr an den Handel liefern dürfen“, sagt Maximilian van Ackeren vom Verband der deutschen Rauchtabakindustrie (VdR).

Bei der vorangegangenen Novelle des Tabaksteuergesetzes war der Gesetzestext zwar ebenfalls im Laufe des Jahres publiziert worden, und zwar im August 2021.

Darin allerdings stand explizit, dass das Gesetz erst zum 1.

Januar 2022 in Kraft tritt.

In dem neuen Gesetzestext steht hingegen, dass das Gesetz „am Tag nach der Verkündung in Kraft“ tritt, also am 21.

Oktober.

Auf dpa-Anfrage räumte das Bundesfinanzministerium einen Fehler ein. „Die höheren Steuersätze sollen ab dem 1.

Januar 2027 in Kraft treten, das ist der klare Wille des Gesetzgebers und des BMF “, sagte ein Ministeriumssprecher. „Es ist ein technischer Fehler in Bezug auf das Datum des Inkrafttretens in den Unterlagen passiert.“ Das Ministerium habe bereits eine Berichtigung angestoßen, und die Generalzolldirektion, die die Steuer administriert, sei informiert worden.

Die Fabriken dürfen laut BMF trotz des Fehlers im Gesetz weiter liefern.

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