Kommunalwahl in Niedersachsen: Chance aufs OB-Amt: Salzgitter jetzt AfD-Hochburg im Westen
In Salzgitter erreicht die AfD-Kandidatin die Stichwahl um das Oberbürgermeister-Amt.
In anderen Städten scheitert die Partei knapp.
Warum ausgerechnet Salzgitter? Salzgitter wird zu einer Hochburg der AfD in Niedersachsen.
Mit knappem Vorsprung wurde die Partei stärkste Kraft im dortigen Stadtrat - und hat auch noch Chancen auf das Oberbürgermeister-Amt.
Bei der Stadtratswahl kam sie auf 27,39 Prozent.
Sie landete knapp vor der SPD (25,85 Prozent) und der CDU (23,23 Prozent). „Wir sind mehr als zufrieden“, sagte der stellvertretende Landesvorsitzende Stephan Bothe einen Tag nach den Kommunalwahlen über das Abschneiden seiner Partei im Bundesland.
Insgesamt verzeichnete die AfD bei den Kommunalwahlen auf Kreisebene von allen Parteien die größten Zugewinne: Im Vergleich zu 2021 hat sie ihr Ergebnis von 4,6 auf 15,9 Prozent mehr als verdreifacht.
In Städten wie Wilhelmshaven, Delmenhorst oder Nienburg verfehlte die AfD nur knapp die Stimmenmehrheit.
Bei der Oberbürgermeisterwahl in Salzgitter jedoch erreichte die Partei mit Patricia Mair erstmals eine Stichwahl um ein kommunales Spitzenamt.
Am 27.
September fordert Mair den Amtsinhaber Frank Klingebiel (CDU) heraus.
Die AfD-Kandidatin kam auf 25,67 Prozent der Stimmen, Klingebiel auf 45,61.
Warum Salzgitter? Salzgitter hat einen großen Migrantenanteil, soziale Problemlagen und eine überdurchschnittlich hohe Arbeitslosenquote.
In der Stadt, die ein Zusammenschluss mehrerer Orte ist, leben rund 100.000 Menschen.
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