Neue Challenge - Jonas Deichmann startet 30 Marathons am Stück
30 Marathons in 30 Tagen: Für die meisten Läufer unvorstellbar. Für den Extremsportler Jonas Deichmann beginnt heute genau diese Herausforderung. Dabei beendete er erst vor drei Wochen eine 24.000 Kilometer lange Europaumrundung mit dem Fahrrad.
Jonas Deichmann weiß, dass die neue Belastung trotz seiner Erfahrung alles andere als leicht wird. Denn er saß zuletzt ausschließlich auf dem Rad , konnte nur wenig laufspezifisch trainieren.
„Die erste Woche“, sagt Deichmann auf die Frage, wovor er am meisten Respekt habe. Vor allem die Tage zwei bis sieben dürften schmerzhaft werden, weil sich die Muskulatur erst an die tägliche Belastung anpassen muss. Besonders herausfordernd könnte der dritte Tag werden. Dann stehen 52 Kilometer mit einigen Höhenmetern auf dem Programm. „Die Etappen sind im Schnitt etwas mehr als ein Marathon , es gibt aber auch deutlich längere Tage mit bis zu 60 Kilometern“, verrät Deichmann.
Die Challenge startet in Tauberbischofsheim und endet nach 30 Tagen in Stuttgart. Anders als bei vielen seiner bisherigen Extremprojekte steht dieses Mal nicht die persönliche Bestleistung im Mittelpunkt. Geplant ist ein Community-Event mit zahlreichen Mitläufern und Veranstaltungen an den Tageszielen.
In den letzten Tagen vor dem Start reduzierte Deichmann sein Training: „Den letzten langen Lauf habe ich am Sonntag gemacht und die letzten drei Tage lockere Läufe von 5 bis 10 Kilometern. Komplett Füße hochlegen mache ich nie.“ Die täglichen Marathons will er mit einer Pace von etwa 5:30 Minuten pro Kilometer laufen. Das sei ein Tempo, bei dem Gespräche noch problemlos möglich seien. Der Fokus liege auf dem gemeinsamen Erlebnis und nicht auf der Jagd nach Bestzeiten.
Größere körperliche Probleme erwartet Deichmann derzeit nicht. Er rechnet vor allem mit Muskelkater und müden Beinen in der ersten Woche. Blasen oder Überlastungen seien bei solchen Laufprojekten möglich, bisher habe er damit aber keine Probleme gehabt. Falls doch Beschwerden auftreten, will er sich mit befreundeten Physios oder Sportärzten abstimmen.
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