Offizielles Statement - Knall um erste Männer-Trainerin!
Trainerinnen-Knall in der 3. Liga ! Der FC Ingolstadt hat am Donnerstag völlig überraschend die Zusammenarbeit mit Sabrina Wittmann (35) beendet. Damit ist die Amtszeit der ersten Cheftrainerin im deutschen Männer-Profifußball nach knapp zweieinhalb Jahren vorbei.
Die Schanzer gaben die Trennung am Morgen offiziell bekannt. Geschäftsführer Harald Gärtner begründet den Schritt mit der sportlichen Entwicklung der vergangenen Monate und den Ergebnissen zu Saisonbeginn. Man habe sich nach intensiver Analyse für eine „Neuausrichtung“ entschieden. „Auf menschlicher und persönlicher Ebene ist uns dieser Entschluss sehr schwergefallen“, so Gärtner.
Für Wittmann endet damit ein außergewöhnliches Kapitel deutscher Fußball-Geschichte. Im Mai 2024 übernahm sie zunächst interimsweise die Profis des Drittligisten. Nach vier überzeugenden Spielen erhielt sie dauerhaft das Vertrauen der Bosse und schrieb Geschichte: Erstmals stand eine Frau als Cheftrainerin dauerhaft an der Seitenlinie eines deutschen Herren-Profiklubs.
Doch der mutige Weg endet nun vorzeitig. Der Saisonstart verlief enttäuschend. Aus den ersten sieben Drittliga-Partien holte Ingolstadt lediglich zwei Siege. Zuletzt setzte es ein deutliches 0:3 bei Viktoria Köln. Die Vereinsführung sieht deshalb offenbar die sportlichen Ziele in Gefahr und zieht die Reißleine.
Besonders bitter für Wittmann: Der Verein ist seit Jahren ihre fußballerische Heimat. Bereits 2009 begann sie ihre Arbeit im Nachwuchsleistungszentrum der Schanzer, durchlief verschiedene Funktionen und arbeitete zuletzt als Direktorin Entwicklung Fußball. Erst Anfang 2026 schloss sie zudem erfolgreich die UEFA-Pro-Lizenz ab.
In ihrem emotionalen Abschiedsstatement macht Wittmann keinen Hehl aus ihrer Enttäuschung. „Ich hätte sehr gerne weitergemacht und den Weg mit einer Mannschaft voller außergewöhnlicher Charaktere fortgesetzt. Leider ist das Vertrauen hierfür nicht mehr da und der Verein hat sich für eine andere Lösung entschieden“, erklärt sie. Wittmann weiter: „Ingolstadt war für mich mehr als irgendein Verein. Hier war ich zu Hause. Hier bin ich fußballerisch groß geworden und habe unheimlich viele besondere Erinnerungen machen dürfen.“
Während Wittmann Abschied nimmt, läuft beim FCI bereits die Suche nach einem Nachfolger. Wer künftig auf der Trainerbank sitzen wird, wollen die Verantwortlichen zeitnah bekannt geben.
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