Militante Gruppe im Jemen: Ihretwegen schießt der Spritpreis in die Höhe: Wer sind die Huthis?
Die Huthi-Miliz treibt durch die Bedrohung der Meerenge Bab al-Mandab im Jemen den internationalen Ölpreis hoch.
Was sind das für Rebellen? Und warum tun sie das? Der Preis für Benzin und Diesel eilt in Deutschland von Rekord zu Rekord.
Derzeit liegt er bundesweit bei weit über zwei Euro pro Liter.
Bundeskanzler Friedrich Merz deutete bereits an, dass es Entlastungen geben solle.
Grund für die letzte Preisexplosion ist die mögliche Blockade der Bab-al-Mandab-Meerenge im Jemen durch die Huthi-Miliz.
Die Rebellengruppe eroberte in den vergangenen Wochen in Windeseile die gesamte jemenitische Küste zum Roten Meer und hat nun die Möglichkeit, die Bab-al-Mandab-Meerenge zu schließen.
Das führt schon jetzt zu Nervosität auf den Weltmärkten, weil eine wichtige Route der weltweiten Ölversorgung hier entlangführt – ähnlich wie bei der Straße von Hormus.
Aber wer sind die Huthis? Was wollen sie? Und warum sind sie bereit, die Welt in eine Energiekrise zu stürzen? Wer sind die Huthis? Die Huthi- Miliz ist in den 1990er-Jahren aus einer politischen Bewegung entstanden, die in dem hügeligen Grenzgebiet zwischen dem Jemen und Saudi-Arabien ihren Anfang nahm.
Gründer und langjähriger Anführer war Hussein al-Huthi, von dem auch der Name der Gruppe stammt.
Die Huthis verstehen sich als Anhänger der schiitischen Strömung der Saiditen, deren Glaubensgemeinschaft bis Anfang der 1960er-Jahre ein eigenes Fürstentum im Nordjemen unterhielt, wie die „ Jüdische Allgemeine “ berichtet.
Die Saiditen machen etwa ein Drittel der jemenitischen Bevölkerung aus.
Spätestens seit dem Arabischen Frühling 2011 betrachtet sich die Glaubensgemeinschaft als marginalisierte Gruppe im Jemen.
Aus einer politischen Bewegung, die für ihre Rechte eintrat und mehr Mitspracherecht im Jemen forderte, wurde eine militante Gruppierung. Über mehrere Jahre verfestigte sich das Feindbild der sunnitisch geführten Regierung.
Die Huthis zettelten mehrmals Aufstände an.
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